Donnerstag, 5. März 2020

Bitte um Unterstützung aus Griechenland


Liebe Leute, Freundinnen und Freunde und Gleichgesinnte,


verzweifelt über die menschenverachtende Situation an der Griechisch-Türkischen Grenze, suche ich nach Möglichkeiten, dagegen zu wirken. 

Nun fand ich diesen Aufruf unserer Partnerin Equal right beyond borders, mit der wir seit langem erfolgreich zusammen arbeiten in Sachen Rechtsbeistand für Geflüchtete in Griechenland.  
Sie sind an der Grenze vor Ort und dokumentieren Fälle von Rechtsverletzungen. Und wollen diese vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen.


"Wir versuchen, diesen unglaublichen Skandal vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu bringen. Es braucht dringend eine EGMR-Entscheidung, die Europa an Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit erinnert. Dafür brauchen wir Präzedenzfälle! Aktuell sind Anwälte von uns vor Ort im Grenzgebiet und versuchen Kontakt zu Schutzsuchenden zu bekommen, um sie anwaltlich zu vertreten."


Und verbreitet bitte diesen Aufruf an andere, die auch diesen Skandal  nicht hinnehmen wollen.

Vielen Dank und herzlich 
Dorothee aus Thessaloniki


Dienstag, 3. März 2020

Es wird immer bekloppter...

... und die Autoindustrie verdient sich wegen der SUV-fahrenden Idiot_innen dumm und dämlich:
Ungeachtet aller Diskussionen über Klimaschutz und weniger Autoverkehr hat sich die Zahl der Fahrzeuge in Deutschland deutlich auf einen neuen Rekordstand erhöht.
2019 waren fast 66 Millionen Fahrzeuge unterwegs – rund eine Million mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus der Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamts hervor. Besonders stark stieg die Zahl der Geländewagen, der sogenannten SUV. Sie legte um knapp 20 Prozent auf rund 3,7 Millionen Fahrzeuge zu. Stichtag ist der 1. Januar. 
Und es wird nicht besser, wenn man, dem grünen "New Deal" zufolge, einen Verbrenner durch ein Elektrofahrzeug ersetzt. Damit wird das Problem nur veschoben, nicht gelöst - Lithium ist nicht besser als Diesel, und die Anzahl der Blechhaufen auf unseren Straßen, rollend oder parkend, vermindert sich nicht in Abhängigkeit von ihrem Antrieb.

Es muss Schluss sein mit der "unternehmerfreundlichen" Industriepolitik, mit der Lügner und Betrüger auch noch hofiert werden. Banken und Autokonzernen gehört die "Systemrelevanz" aberkannt. Das wäre der erste Schritt zu einer sozial- und umweltpolitischen Wende.

Alles andere ist systemerhaltende Augenwischerei.


Mittwoch, 26. Februar 2020

Was wir befürchten müssen zu bekommen

"Schließe ich daraus richtig, dass Ihre Antwort auf das Problem des Rechtsradikalismus die stärkere Thematisierung von Clankriminalität, Grenzkontrollen und so weiter ist? Und wenn nicht: Was wäre sie dann?"
"Die Antwort ist: Ja."

Friedrich Merz glaubt, dass man den Rechtsradikalismus am besten bekämpft, indem man ihm nachgibt. Dass man härter gegen die ausländischen Clans, gegen die Ausländer an der Grenze und in den Problemvierteln vorgehen muss, dass, kurz gesagt, mehr Härte gegen missliebige Ausländer das beste Mittel gegen Rechtsradikalismus ist.  

Nach diesem Satz wissen wir [...], dass ein CDU-Vorsitzender Friedrich Merz allen die Hand ausstrecken würde, die sowieso der Meinung sind, dass das Problem mit den Rechtsextremen eigentlich die Ausländer sind und die Linken.  

(Aus einem Kommentar in der ZEIT zur Pressekonferenz von Friedrich Merz am gestrigen Tag)

Wieso gibt ein stellungs- und verantwortungsloser CDU-Anhänger eigentlich Pressekonferenzen?


Dienstag, 25. Februar 2020

Unschuldslamm

Wer nach Hanau auf ein wenig Selbsterkenntnis oder gar Innehalten bei unseren herzallerliebsten AfD-ler*innen gehofft hat, dürfte enttäuscht sein. Oder auch nicht, denn hat das wirklich jemand?

                                          Screenshot Nordkurier vom 25.02.2020

Der Artikel ist nicht frei zugänglich. Ich hoffe, der Reporter hat Hersel mit früheren Aussagen konfrontiert, ich kann den Artikel nicht lesen. Die Verantwortung für die Tat von Hanau zeigt sich nämlich recht deutlich. Der Fleischervorstadtblog zitiert Hersel wie folgt:

"Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben."

Nachzulesen in den berühmt berüchtigten Arppe-Chats. Herr Hersel, nach dieser "Logik" waren die Schüsse von Hanau auch ein Akt der Verzweiflung? Geht's eigentlich noch menschenverachtender?

Samstag, 22. Februar 2020

Schöne neue Welt...

... der Künstlichen Intelligenz und der selbstfahrenden Autos:

Tesla missinterpretiert Verkehrszeichen

Vordergründig haben Povolny und Trivedi einfach in die Mitte der Ziffer 3 auf dem amerikanischen Verkehrsschild, das eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 35 Meilen die Stunde anzeigt, ein Stückchen Isolierband geklebt. Menschen sehen dann immer noch sofort, dass sie jetzt nur noch 35 Meilen schnell fahren dürfen.
Aber die Künstliche Intelligenz im Tesla hat das als Verkehrszeichen interpretiert, das 85 Meilen in der Stunde erlaubt. […]
Als der Tesla dann am manipulierten Verkehrsschild vorbeifuhr, hat die Mustererkennung 85 Meilen Höchstgeschwindigkeit erkannt. Das Fahrassistenzsystem hat sofort beschleunigt, weil die gefahrene Geschwindigkeit weit unter der erlaubten Höchstgeschwindigkeit lag.
Allerdings hat Mark Bereza dann nach kurzer Zeit eingegriffen und abgebremst. Denn er wollte natürlich seinen teuren Tesla nicht zu Schrott fahren. Das Experiment zeigt aber sehr deutlich, dass physisches "Model Hacking" mit vom Menschen nicht unbedingt wahrgenommenen Manipulationen an Verkehrszeichen im Zusammenwirken mit Fahrassistenten durchaus gefährlich werden können.

[…]

Künstliche Intelligenz erkennt präpariertes Stoppschild nicht

Ein Ergebnis dieser Berechnungen waren Aufkleber für ein Stopp-Schild, die sie oberhalb und unterhalb des Schriftzuges "Stop" angebracht haben. Diese Sticker sorgen dafür, dass die Künstliche Intelligenz einer Mustererkennungssoftware dann kein Stopp-Schild "sieht" beziehungsweise klassifiziert, sondern ein Hinweisschild "zusätzliche Fahrspur".
Das Auto würde dann also an der Einmündung der Straße mit diesem präparierten Stopp-Schild gerade nicht stoppen, sondern einfach weiterfahren. Und das könnte zu einem folgenschweren Unfall führen

heißt es in einem Bericht der ZDF.

Wir sollten vorsichtig sein mit den neuen Verkehrskonzepten, sowohl, was selbstfahrende Autos berifft, als auch, zum Beispiel, den 1:1-Ersatz von Autos mit Verbrennungsmotor durch welche mit Elkektroantrieb: Letzteres ist keine Lösung für unsere Probleme und ersteres nur eine erneute Sammeltätigkeit der Datenkraken.

Schöne Grüße an Aldous Huxley...