Donnerstag, 19. April 2018

Universität Greifswald

Geänderte Grundordnung der Ernst-Moritz-Arndt-Universität genehmigt

Nr.074-18  | 19.04.2018  | BM  | Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
Die Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald hatte die Grundordnung, mit der sie ihren Namen ändert, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern mit der Bitte um Genehmigung übersandt.

Die Grundordnung sieht künftig vor, dass die Universität Greifswald den Namen „Universität Greifswald“ führt und nach Maßgabe einer zu beschließenden Ordnung der Namenszusatz „Ernst Moritz Arndt“ vorangestellt werden kann.

Die rechtliche Prüfung im Genehmigungsverfahren hat ergeben, dass gegen die Änderung der Grundordnung weder in formeller noch in materieller Hinsicht Bedenken bestehen.

Das Verfahren zur Änderung der Grundordnung innerhalb der Universität Greifswald wurde umfassend überprüft. Fehler konnten nicht festgestellt werden. Insbesondere wurde das vorgesehene gestufte Verfahren im Senat und im erweiterten Senat ordnungsgemäß durchgeführt. Im Übrigen ist die Änderungssatzung auch inhaltlich nicht zu bemängeln. Das Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern sieht ausdrücklich vor, dass die Hochschule ihren Namen in der Grundordnung selbst festlegen kann.

Donnerstag, 12. April 2018

Mittwoch, 11. April 2018

“Museumshafen bleibt grün”: Über 4.000 Unterschriften für Bürgerbegehren gesammelt

Die Bürgerinitiative “Museumshafen bleibt grün” hat über 4.000 Unterschriften gegen die Bebauung der Grünfläche gesammelt. “In nur vier Wochen haben wir über 4000 Unterstützer gewonnen. Wir sind überzeugt, dass wir damit die Voraussetzungen für einen Bürgerentscheid erfüllen. Wir werden die Unterschriften am Donnerstag in der Bürgerschaftssitzung an die Bürgerschaftspräsidentin übergeben”, so Sprecherin Claudia Gaschler.


Freiwillige Helfer haben am zurückliegenden Wochenende in der Innenstadt und direkt im Museumshafen hunderte Unterschriften gesammelt. “Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Unterschriften bis Donnerstag noch weiter wächst. Wir haben zahlreiche Anfragen nach neuen Unterschriftenlisten bekommen und an über 40 Orten im Stadtgebiet liegen die Listen weiterhin aus”, so Gaschler.

Am Donnerstagabend entscheidet die Bürgerschaft über den Verkauf der Grünfläche. Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger über den Verkauf der Fläche entscheiden. Nach den Reaktionen der letzten Wochen sind wir überzeugt, dass die große Mehrheit keine Bebauung der Grünfläche wünscht. Wir fordern einen Bürgerentscheid zeitgleich zur Landratswahl am 27. Mai 2018. Das ist der beste Weg, um die Bürgerbeteiligung in unserer Stadt zu stärken und die grüne Wiese langfristig zu erhalten”, ist Claudia Gaschler überzeugt.

Die Bürgerinitiative ruft zu einer Kundgebung am Donnerstag, 12. April 2018 ab 17:15 Uhr vor dem Rathaus auf. „Die Bürgerschaft muss erkennen, dass die grüne Wiese als Erholungs- und Begegnungsort unbedingt erhalten bleiben muss. Wir werden vor der Sitzung Gesicht zeigen und fordern die Bürgerschaft auf, den Wunsch nach einem Bürgerentscheid zu berücksichtigen. Wir rufen alle Unterstützer und Interessierten auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen und ausgefüllte Unterschriftenlisten mitzubringen“, so Gaschler.
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Freitag, 6. April 2018

"Museumshafen bleibt grün": Bürgerinitiative ruft zu Aktionswochenende auf


Die Bürgerinitiative "Museumshafen bleibt grün" sammelt weiter Unterschriften für ein Bürgerbegehren und ruft alle Greifswalderinnen und Greifswalder auf, sich am Aktionswochenende zu beteiligen.
Am Sonnabend sammelt die Bürgerinitiative von 10 bis 11 Uhr Unterschriften in Schönwalde II (Treffpunkt: Schönwalde-Center) und von 15 bis 17 Uhr im Museumshafen (Treffpunkt: Fußgängerbrücke). Am Sonntag werden von 12 bis 14 Uhr Unterschriften auf dem Fischmarkt gesammelt. Die Bürgerinitiative sucht Freiwillige, die bei dem Aktionswochenende mitmachen und selbst Unterschriften sammeln.

Über 2.800 Unterschriften sind bereits bei der Bürgerinitiative eingegangen. An über 40 Orten im Stadtgebiet liegen die Unterschriftenlisten aus. "Am 12. April entscheidet die Bürgerschaft, ob die Grünfläche im Museumshafen bebaut werden soll oder nicht. Unser Ziel ist es, bis dahin 4.000 Unterschriften zu erreichen, damit es einen Bürgerentscheid über den Erhalt der Grünfläche gibt", erklärt Claudia Gaschler, Sprecherin der Bürgerinitiative.

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Bürgerinitiative "Museumshafen bleibt grün"
Greifswald

Online-Karte: Hier liegen die Unterschriftenlisten aus!

Dienstag, 20. März 2018

Saatgutbörse auf Burg Klempenow


Liebe Freunde der Burg

Wir feiern am 24.3. den Frühlingsbeginn mit unser Saatgutbörse, dem Frühlingsfest auf der Burg .
Dazu laden wir alle Gartenfreunde herzlich ein. Im Vorfeld zeigen wir am Freitag dem 23.3. im Clubkino:
ROUND UP - Der Prozess, über das Monsanto-Tribunal in Den Haag.

Viele Grüsse aus dem Tollensetal

"Saatgutbörse" Das Frühlingsfest auf der Burg
24.3. ab 13 Uhr

Tausche Pflanze - Suche Biene
Zum Frühlingsbeginn laden wir ein: samenfeste Sämereien, selbstgezogenen Pflanzen, pollenreichen Insektenfreunde, Blumen und Stauden zu tauschen, verschenken oder zu erwerben. Gärtnereien bieten es eine reiche Auswahl an Gemüsesaaten, alten Kartoffelsorten, besonderen Kräutern und dazu gibt es eine überaschende Vielfalt von Gartenschätzen aus der Region.
Mit Livemusik: Frühlingssession und farbigen Quilts in Frühlingsluft, Samenkugelbau-Mitmachaktionen für Kinder, Köstlichkeiten und Kuchen.

 "Sag mir wo die Insekten sind!" Insektenvielfalt für Blüten, Vögel und Menschen braucht pestizidfreie, nahrungsreiche Lebensräume.
Zu Gast sind: Natur im Garten, Die Saatgutkampagne, der Interkulturelle Garten/Arche NB und der Verein für Landschaftspflege MV.

"27 Jahre wurden Schutzgebiete untersucht – die Ergebnisse sind erschreckend: Mehr als 75 Prozent weniger Biomasse bei Fluginsekten. Es stellt sich nicht mehr die Frage, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern wie das Insektensterben zu stoppen ist."
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/index.html
Der selbstbestimmte Austausch von Saatgut und Pflanzen ist ein Schritt für die Vielfalt in Gärten und auf den Äckern.
 http://www.saatgutkampagne.org/

(EINTRITT FREI - Tische gibt es vor Ort)


CLUBKINO 

23.3.  20 Uhr im beheizten Westflügel

ROUND UP - Der Prozess
Das Monsanto-Tribunal in Den Haag

Roundup® ist unter diesem und anderen Markennamen das weltweit am meisten gespritzte Pflanzenschutzmittel. Allein 2014 wurden 825.000 Tonnen des starken Unkrautvernichters auf Feldern und in Gärten ausgebracht. Vierzig Jahre nach dessen Markteinführung wurde sein Wirkstoff Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend für den Menschen eingestuft. Die Internationale Agentur für Krebsforschung kam im März 2015 zu einem ganz anderen Schluss als die großen amerikanischen und europäischen Gesundheitsbehörden, die Monsantos Roundup® und dessen Wirkstoff Glyphosat als ungefährlich bezeichneten.
Anknüpfend an ihren Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ (2008) zeigt die Autorin Marie-Monique Robin in ihrem neuen Film, dass Roundup® noch gefährlicher ist als bisher befürchtet: Der „Allestöter“ – so der Beiname des Produkts im Spanischen – macht krank und vergiftet Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen, denn er ist überall anzutreffen: im Wasser, in der Luft, im Regen, in der Erde und in Lebensmitteln. Glyphosat ist nicht nur krebserregend, sondern auch eine hormonaktive Substanz, ein starkes Antibiotikum und ein Chelatbildner, der Spurenelemente bindet.
Der Film enthüllt die katastrophalen Folgen des Einsatzes von Roundup® und zeigt aufwühlende Bilder von Opfern in den USA, Argentinien, Frankreich und Sri Lanka; auch zahlreiche Wissenschaftler kommen zu Wort. Roter Faden des Dokumentarfilms ist der symbolische Prozess in Den Haag: Beim internationalen Monsanto-Tribunal klagte eine Bürgerinitiative den Saatgut-Multi in dessen Abwesenheit auf Ökozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an.

Regie: Marie Monique Robin

https://absolutmedien.de/film/4065/ROUNDUP+-+Der+Prozess
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KULTUR-TRANSIT-96 e.V.
17089 Breest OT Klempenow


Sie können den Kultur-Transit-96 e.V. und die Burg Klempenow unterstützen,
indem Sie spenden. Gerne stellen wir eine Spendenquittung aus.

Konto: IBAN: DE62150502000320002110, BIC: NOLADE21NBS
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Samstag, 17. März 2018

Zum hiesigen Umgang mit AfD- und NPD-Politikern

In der vergangenen Sitzung der Bürgerschaft hat Jörg König (Fraktion Grüne/Forum 17.4.) die Stadtvertreter aufgefordert, über einen Umgang mit Nikolaus Kramer zu sprechen. Darüber berichtet heute die OZ unter der Überschrift "AfD-Politiker empört mit SS-Bild", leider nicht kostenlos online.

Die darin beschriebenen Online-Aktivitäten passen zu anderen von Kramer bei facebook geäußerten Inhalten. Mal ist es ein Vergleich Angela Merkels mit Hitler, mal sind es frauenverachtende Witzchen. König empfiehlt, sich Gedanken zu machen, wie „mit solchen Bürgerschaftsmitgliedern“ umzugehen sei und bringt einen „Greifswalder Weg“ ins Spiel. Der „Schweriner Weg“ war die Strategie des Landtags im Umgang mit der NPD, deren Anträge grundsätzlich abzulehnen und diese weitgehend zu ignorieren.

                                                 Screenshot OZ-E-Paper vom 17.03.18

Lieber Jörg König, das wird nichts. Schon die Reaktionen der übrigen BS-Fraktionen sprechen Bände. Insbesondere die CDU mit Hochschild an der Spitze, die allein wegen ihrer Zusammenarbeit mit der AfD in der Pflicht wäre, sieht (natürlich!) keinen Handlungsbedarf. Die OZ zitiert Hochschild: „Zwar haben wir im Landtag nun keine NPD mehr, ich bin aber der Meinung, dass unter anderem durch so eine Vorgehensweise die AfD erst so stark geworden ist“. [...] „Eine Politik der Ausgrenzung hat noch nie etwas gebracht. Wir müssen uns mit Themen und Personen auseinandersetzen.“ Auch andere sehen im vorgeschlagenen "Greifswalder Weg" eine Ausgrenzung eines gewählten Politikers. Ich meine, mit jemandem nicht zu reden oder ihn wegen seiner zweifelhaften politischen Ansichten zu ignorieren, ist etwas anderes als Ausgrenzung. Es gibt schließlich keine Pflicht, mit wem auch immer zu diskutieren. Wohin es führt, auch schlimmste Auswüchse nicht als solche zu benennen, sehen wir in Sachsen und anderswo. Nur klare Worte und Zeichen gegen rechtspopulistische und menschenfeindliche Äußerungen zeigen Wirkung. Ansonsten fühlen sich die "Besorgtbürger" doch nur bestätigt.

Wundern muss einen die Verzagtheit nicht. Im Kreistag hat es ein NPD-Antrag mit den Stimmen von Teilen der CDU, der KfV und der SPD in die Ausschüsse geschafft. Am Montag steht er auf der TO des Sozialausschusses. Empörung? Fehlanzeige! Nur zur Klarstellung: Natürlich muss mit besorgten Bürger_innen gesprochen werden, auf der Straße, über den Grundstückszaun hinweg, am Arbeitsplatz. Aber nicht institutionalisiert und nicht mit Personen, die die Menschenwürde mit Füßen treten.

Donnerstag, 15. März 2018

"Zukunft der Landwirtschaft"


Undankbar

Kaum ist man mal nett und fürsorglich im Umgang mit diesen Vorpommern, schon regt sich die Kritik: Der Dahlemann-Beirat, von niemandem verlangt, von Schwesig trotzdem eingesetzt, quasi als Geschenk für Vorpommern, dessen Mitglieder auf unbekanntem Wege in ihn hineingefunden haben (gefragt wurde niemand), wird in Hinsicht auf Zusammensetzung und Struktur kritisiert - es fehle Usedom, die Ferienregion, und es mangele ihm an touristischer Expertise - kein Hotelier dabei. Kaum auf der Welt, titelt die OZ zum Dahlemann-Beirat:
Dabei hat es die Gutsherrwschaft in Schwerin doch so nett und fürsorglich gemeint...


Vermutlich wird es nicht die letzte kritische Äußerung der undankbaren Menschen aus Vorpommern sein!

Mittwoch, 14. März 2018

Abgeschottetes Sonderbewusstsein

In der heutigen OZ wird Wolfgang Thierse zitiert. Dem habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen.
„Es gibt ein Wort für dieses Missverhältnis: obszön. 50,3 Millionen Euro, so wissen wir seit gestern, hat die Führungsriege der VW-Manager 2017 verdient – 10,8 Millionen mehr als im Jahr davor. Wenn ein Vorstandschef gut das 200-Fache dessen einnimmt, was ein Facharbeiter verdient, wenn – wie bei VW – der Managerbonus um das 600-Fache höher ist als der seiner Mitarbeiter, ist das anständig? Ich finde nicht.
Es geht nicht um klassenkämpferischen Neid, wenn man diese Gehälter für anstößig hält. Was man mit so viel Geld tun kann, übersteigt sowieso das Vorstellungsvermögen der meisten. Es geht um Gerechtigkeit. Und die bedeutet allen Studien zufolge für die Mehrzahl der Deutschen Leistungsgerechtigkeit: Jeder soll nach seiner Leistung und Verantwortung entlohnt werden. Das legitimiert auch Einkommensunterschiede. Aber das 200-Fache? Die wirtschaftliche Elite hat ein abgeschottetes Sonderbewusstsein entwickelt: Mir steht das zu. Die Diskrepanz, die sich da auftut, ist eine direkte Attacke auf das Wertefundament unseres Landes.
Denn wir führen gleichzeitig eine Armutsdebatte, darüber, ob die Mittel der Tafeln für alle Bedürftigen reichen. Für VW speziell gilt zudem: Wir lesen über exorbitante Managerboni und gleichzeitig über den Dieselskandal, über Tierversuche und drohende Fahrverbote. Und über die Weigerung des VW-Konzerns, aus seinen Milliardengewinnen wenigstens teilweise die Umrüstung von Dieselmotoren zu finanzieren, damit sie weniger Schadstoffe produzieren.
Das alles zusammen macht das Spektakuläre dieses Vorgangs aus. Und das Unanständige.“


Falschmeldung

Es hat schon was von Anbiederung an ihr vorgestelltes Klientel, wenn die OZ heute auf der ersten Seite des Mantels titelt:

Die Knöllchen werden an Autofahrende verteilt, die zum Teil wie besengte Säue, alle aber nicht auf ihre Umwelt achtend mit zu hoher Geschwindigkeit durch Ortschaften fahren.

Und nicht wegen des A20-Lochs.