Montag, 20. Oktober 2014

Ankommen in Vorpommern

Wie war das noch einmal? Irgendein deutscher Kanzler sagte, dass in Mecklenburg alles 100 Jahre später einträfe, und deshalb wolle er vor dem Weltuntergang dorthin übersiedeln. Oder waren es vierzig Jahre? Oder war es Vorpommern?

"1984" jedenfalls kommt - planerisch - genau 30 Jahre zu spät. Die OZ vom Samstag wusste von Orwellschen Maßnahmen auf Usedom zu berichten:
Wie Sendrowski erklärt, wurden bereits an 16 Verkehrsknotenpunkten und Zufahrtsstraßen auf Usedom und dem inselnahen Festland Bluetooth-Sensoren installiert. „Die Sensoren können Signale von Geräten empfangen, die Bluetooth-fähig sind“, erläutert er. Die Signatur eines jeden Gerätes sei einzigartig. Passiere ein Fahrzeug, in dem sich etwa ein Autoradio, Headsets und Mobiltelefone befinden, die mit jener Übertragungstechnik miteinander kommunizieren, eine Sensorstation am Straßenrand, werde das Signal erfasst, mit einem Zeitstempel versehen und in einen Großrechner eingegeben.
Sensorstationen befänden sich zum Beispiel in Wolgast an der B 111 an der Ortszufahrt aus Richtung Lühmannsdorf und im Bereich der kleinen Brücke auf der Schlossinsel. Da mit der Signalerfassung festgestellt werden könne, wieviel Zeit ein betreffendes Fahrzeug von einer bis zur nächsten Station benötigt, seien Rückschlüsse auf Verkehrsdichte und mögliche Stauszenarien möglich.
Also, alle Bluetooth-User: Aufgepasst! Ihr kommt jetzt in den großen Rechner!


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