Donnerstag, 3. Juli 2014

Nehmen und Geben: Liskow und Galander

Zudem seien die Veränderungen in Greifswald überfällig gewesen: Der CDU-Kandidat für das Präsidentenamt hätte in den eigenen und fremden Reihen integrationsfähig sein müssen – doch genau darauf habe die Partei keinerlei Rücksicht genommen. "Wenn man so stur agiert, muss man die Suppe eben selbst auslöffeln, statt jetzt wild um sich zu schlagen und die Schuld bei anderen zu suchen“, so Galander [in einem Artikel des Nordkurier].

Ich bin mit Galander nicht so oft einer Meinung, diesmal aber schon. Er findet genau die richtigen Worte: Zu den von der CDU-Fraktion geforderten "parlamentarischen Gewohnheiten" gehört eben nicht nur, dass die stärkste Fraktion mit dem Kopf durch die Wand den Bürgerschaftspräsidenten stellt (bei der CDU braucht man nicht zu gendern) - "parlamentarische Gepflogenheit" ist auch, einen kompatiblen Vorschlag zu machen. Für die CDU: "Parlamentarische Gepflogenheiten" sind nicht nur Nehmen, sondern auch Geben. Damit kennt sich die CDU ansonsten eigentlich ganz gut aus...

Übrigens: Schon am Beginn der jetzt abgelaufenen Sitzungsperiode, 2009, hatte man der CDU in Hinsicht auf ihr Vorschlagsrecht dieses zu erklären versucht. Sie hat es damals schon ebensowenig verstanden und jetzt die Quittung dafür.


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