Mittwoch, 7. November 2018

Und immer wieder: Glyphosat

Nachdem sich die Stadt Greifswald mit windelweichen Formulierungen aus der Affaire gezogen hat mit der Konsequenz, dass nichts geschieht, aber "Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben", wird es durch die Auseinandersetzung auf Bundesebene deutlich, wo Greifswald mit seinem OB steht: Man kann sich für den Umweltschutz oder die Bequemlichkeit entscheiden. Man kann rechtzeitig das absehbar Kommende zur Routine machen oder warten, bis die Karre gegen die Wand fährt und dan n jammern. Greifswald hat sich in Allem für das Letztere entschieden.
Das Bundesumweltministerium hat einen Plan für den schrittweisen Ausstieg aus dem umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat vorgelegt. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) legte entsprechende Pläne vor [...] und wies darauf hin, dass Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat die biologische Vielfalt gefährdeten..
Spätestens 2022 wird auf EU-Ebene ein Glyphosatverbot kommen. Bundeslandwirtschaftsministerium und die Stadt Greifswald machen die Augen davor zu und stecken zusätzlich den Kopf in den (glyphosatgetränkten) Sand.
Bundesumweltministerin Schulze hat angekündigt, den Ausstieg aus der Glyphosat-Nutzung zu forcieren. Dazu werde man alle rechtlichen Möglichkeiten ergreifen, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Ein Komplettverbot sei wegen der EU-Zulassung zwar derzeit nicht möglich. Neben Auflagen bei der Neu-Zulassung und Einschränkungen bei der Anwendung solle aber so bald wie möglich ein Enddatum festgeschrieben werden. Schulze räumte ein, es gebe zu diesem Konzept noch keine abgestimmte Linie mit dem Landwirtschaftsministerium. Der Koalitionsvertrag gebe aber den schrittweisen Ausstieg vor

Auseinandersetzungen mit dem Landwirtschaftsministerium und gestrigen Kommunen sind damit programmiert. 


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