Freitag, 23. Dezember 2016

So oder so - MiMiMi

Engagierten BürgerInnen, die heute die OZ aufschlugen oder sich das ePaper zur Gemüte führten, kam bei einem Beitrag auf der ersten Lokalseite sicher der Kaffee wieder hoch – entweder vor Unverständnis oder vor Lachen – je nachdem aus welcher Perspektive gelesen wird.
Wir persönlich stecken nun in dem Dilemma, zu diesem Beitrag sinnbefreiter Leserbeschäftigung einige, eigene Meinungen zu haben.
1. Der Artikel und sein Schreiber, formally known as "Hochleistungsjournalist".
2. Der Anwalt mit arabischen Wurzeln (Herkunft nicht wirklich von Bedeutung, aber es sei der Transparenz wegen erwähnt).
3. Die friedliche Demonstration vom 21.12.2016 an der EuropaKreuzung.
4. Sachbeschädigung durch Graffitis (im weitesten Sinne) und die Kriminalisierung von Einzelpersonen, sowie Teilnehmern einer friedlichen Demonstration.

Dankenswerter Weise hat Ulrich Rose (AL) den ersten Punkt schon vortrefflich ins Visier genommen.
 >>frei-erfundene-vermutungen-werden-zur-journalistischen-wahrheit<<

Hier möchten wir nur noch eine Ergänzung vornehmen. Wenn ein Anwalt schon alle Welt wissen lassen möchte, wo sein Haus wohnt, warum unter falscher Angabe der Adresse? Sollte er etwa vom Hochleistungsjournalisten keine Möglichkeit erhalten haben, diesen Text zu redigieren? Weiter liegt erneut der Verdacht nahe, dass sich die OZ, wie schon so häufig in diesem Jahr, für einen „Guten-Gefallen-Artikel“ hergegeben hat. Sei es die Berichterstattungen über den vermeintlichen Vorzeige-Integrationsverein. oder die theatralischen Selbstdarstellungen einer der beiden Vorstände über deren „Aktivitäten“ oder Meinungen – so finden sich stets die gleichen Schreiberkürzel unter den meist sehr einseitigen, leider häufig schlecht recherchierten Beiträgen. So auch „Ärger wegen Schmiererei nach Demo.“ Aber was erwarten wir von einer Zeitung, die trotz nachweisbarem, unüberhörbarem und widerlichstem öffentlich geäußertem Fremdenhass einer Gruppierung, immer noch von „asylkritisch“ schreibt.

Der Anwalt selbst, in vieler Hinsicht immer wieder gerne auffällig und in vieler Munde. Wer die Flüchtlingsarbeit in unserem Landkreis im allgemeinen und unserer Stadt im besonderen verfolgt, wird immer wieder über seinen Namen stolpern. Wer aktiv am Leben und der Integration unserer neuen Nachbarn teilnimmt und sie unterstützt, hat nun, wie viele, viele Geflüchtete, die mit dieser Person in irgendeiner Art und Weise zu tun hatten, seine ganz eigene Meinung über den Herrn und dessen Selbstdarstellungen in der Presse.
„Beiße nicht in die Hand, die dich füttert“ gehört dabei genauso wenig zu seinen Maximen, wie zu denen des Integrationsbeauftragten. Beide äußerten sich bereits mehrfach, getrennt oder in Einigkeit immer wieder (sehr, sehr gerne auch in der OZ) abfällig und diffamierend über Geflüchtete und Freiwillige, sodass das Integrationsverständnis schon hinterfragt werden darf.

Absolutes Highlight nun im besagten Artikel.
„Khalil vermutet...“, „Ihn erinnert...“, „Seiner Ansicht nach...“

In Greifswald, wie in nahezu allen Städen jeglichen Ausmaßes in unserem Lande, gibt es illegales Sprayertum. Egal ob merkwürdige, unverständliche Tags, politische Statements oder künstlerische Elemente – nicht authorisierte Graffiti sind Straftaten und werden sicher von niemandem befürwortet (außer den Schmierern selbst). Von daher ist es  nur verständlich, dass auch Khalil sicher darüber echauffiert und eine entsprechende Anzeige erstattet.So handhaben es hunderte Hausbesitzer Greifswalds ebenfalls.

Daraus allerdings eine Straftat zu konstruieren, die Gregor Kochhan zu verantworten hat und die im Zusammenhang mit einer friedlichen Demonstration unserer syrischen Mitbürger steht, die Herr Kochhan für die Community in Kooperation mit „Greifswald für Alle“ anmeldete, ist schlichtweg eine bodenlose Unverschämtheit.


Birgit Schulz, ebenfalls aktiv im Bündnis Greifswald für Alle dazu:
„Ich mag mir gar nicht vorstellen, was zu lesen gewesen wäre, wenn ich, wie ursprünglich angemeldet, vor Ort gewesen und die Demonstrationsleitung innegehabt hätte. Ein besonderes Geschmäckle hat dieser Artikel für mich, da ich höchstselbst Khalil und AlNajjar am Sonntag, den 18.12.2016 um 21:43 Uhr, zu dieser Veranstaltung eingeladen habe. Beide hätten sich also durch ihr Erscheinen mit den Menschen Syriens solidarisch zeigen, sich vielleicht sogar selbst mit einem Beitrag zu den Themen „Frieden für Syrien“ (später auf Wunsch der syrischen Teilnehmer und selbstverständlich für das Bündnis Greifswald für Alle erweitert um das „Gedenken an die Opfer des zu dem Zeitpunkt noch mutmaßlichen Attentats in Berlin“) einbringen können. Dieses Gebaren setzt nun den I-Punkt auf all das, mit dem wir uns bereits das ganze Jahr auseinander setzen. Man verweigert jedwede Kommunikation und Kooperation , diffamiert einzelne engagierte Personen, überzieht diese mit Strafanzeigen, beklagt sich medienträchtig und begibt sich in eine Art "Opferrolle". Ob meine Person oder Herr Kochhan, Schuld sind immer alle anderen und wir allen voran.“

Fakt ist, die syrische Community äußerte den Wunsch nach einer Reihe von Veranstaltungen zu „Kriegen in der Welt, im Besonderen in Syrien, Aleppo“ und trat an eine Teilnehmerin des Bündnisses Greifswald für Alle heran. Das Thema wurde spontan aufgegriffen und das Bündnis wollte sich nicht nur solidarisch zeigen, sondern die Menschen aktiv unterstützen. So wurde von Herrn Kochhan die Mahnwache am 18. Dezember angemeldet und gemeinsam mit den syrischen Partnern öffentlich beworben. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wurde die Mahnwache bereits im Vorfeld detailliert abgestimmt und später dann abgehalten. Soviel zu der an anderer Stelle gestellten Frage des Hochleistungsjournalisten, ob es „Schwächen im Ordnungskonzept“ gegeben hätte.

Ebenfalls an anderer Stelle wird Khalil noch mit seiner Meinung zitiert, dass durch die Demo nach 4 Monaten wieder die *KürzelDerProvinzPegida* auf den Plan gerufen wurde und er möchte Herrn Kühl nicht in der Stadt. Tja, was sollen wir dazu sagen? Sicher könnte man es einfach nur als blanke Provokation verstehen, dass Kühl mit seinem Gefolge zur Gegenveranstaltung aufrief. Man könnte sich aber auch nach über einem Jahr mit dieser ProvinzPegida endlich einmal ehrlich auseinandersetzen und kommt dann zu ganz anderen Schlüssen – nämlich,
1. dass Kühl & Co. lediglich vier Monate nicht in Greifswald aktiv waren, weil die Gruppe in dieser Zeit erfolgreich die BI Wolgast unterwanderte und sich dort als barmherzige Kinderkrankenhausretter aufspielen darf.
2. dass Kühl & Co. sich natürlich das Attentat in Berlin zum Thema machen, um die verabscheuungswürdigen Theorien und Thesen, postfaktischen Meinungsbilder öffentlich zur Schau zu stellen, und das natürlich (so  Kühl während seiner „Moderation“) in Greifswald.

Zu diesen Erkenntnissen kommt man allerdings nur, wenn man nicht aus Gefallen oder für die  Auflage schreibt und auf dem rechten Augen blind ist. Wenn man sich detailliert mit den homophoben, rassistischen und antisemitischen Äußerungen (auf Demonstrationen, in sozialen Medien und digitalen Veröffentlichungen) Kühls & Co. beschäftigt und ehrlich recherchiert (was gar nicht so schwer ist, weil die virtuellen GruppenBeklatscher täglich mehrfach ihre Meinung kundtun).

So gerne sich das Bündnis den Erfolg als Verhinderer der Gefährder auf die Fahnen schreiben würde, bis dahin ist noch ein langer Weg, zumal Institutionen wie BI und Ostsee-Zeitung, diese Gruppierung immer noch verharmlosen.
Wenn ein Khalil den Sprecher dieser Gruppe und / oder eben diese ganze Gruppierung nicht in Greifswald will, dann sollte er vielleicht nicht nur schwadronieren, sondern aktiv werden. Die Möglichkeiten dazu alleine im vergangenen Jahr waren vielfältig, und damit reden wir nicht nur von den Demonstrationen und Mahnwachen.
Aber auch hier bestätigt er das Bild, das sich nach einem Jahr von ihm entwickelt hat – Keine Kommunikation, keine Kooperation. Stattdessen konzentriert man sich lieber auf das Lancieren solcher unsäglichen Zeitungsartikelchen und das geliebte Bashing zum Nachteil engagierter und couragierter Bürger unserer Stadt.

Zum Abschluss sei versichert – es ist Weihnachten, das Fest der Liebe und Versöhnung.

Wären Liebe, Toleranz, Menschlichkeit, Dankbarkeit, Demut und Respekt wie Spenden sammelbar, wir würden das, gemeinsam mit all unseren Freunden umgehend tun. 

 Für den finanziellen Schaden an seinem Haus ist jedoch der "Schmierfink" oder eben die Versicherung zuständig.







 In diesem Sinne wünschen wir 

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