Freitag, 21. Februar 2020

Und in Greifswald?

Der Deutschlandfunk berichtet:

Fehlende Radinfrastruktur

Die Mehrheit der Bevölkerung, fast zwei Drittel, ist jedoch „interessiert, aber besorgt“. Diese Menschen werden häufig durch fehlende separate Radwege davon abgehalten, umzusatteln. Sie fahren nur auf stressarmen Strecken Rad. Hierzu zählen überwiegend Frauen, Kinder und deren Eltern und ältere Menschen.
Trotz vollmundiger Reden über Klimaschutzziele wird in Deutschland viel zu wenig Geld in den Verkehrsumbau investiert. Greenpeace hat unter dem Motto „Radfahrende schützen, Klimaschutz stärken“ eine Studie veröffentlicht, aus der hervorgeht: Städte wie Amsterdam, Utrecht und Kopenhagen investieren seit Jahrzehnten erheblich mehr in eine sichere Rad-Infrastruktur.
Obwohl in diesen Ländern viel mehr Fahrrad gefahren wird als in Deutschland, verunglücken dort Radfahrende zehnmal seltener.

Ernüchternde Zahlen

Autostraßen werden dort zu Fußgänger- und Radwegen umgewidmet. Auf neuen Radwegen dürfen Autos nur in Ausnahmefällen fahren und müssen sich dabei der Geschwindigkeit der Radfahrenden anpassen. Rund 200 Millionen Euro will allein die Stadtverwaltung von Amsterdam in den kommenden Jahren in fahrradfreundliche Maßnahmen investieren.
Und in Deutschland? Hier sind die Zahlen ernüchternd: In Berlin werden gerade mal 4,70 Euro pro Bürger pro Jahr investiert, in Stuttgart 5 Euro. In Kopenhagen sind es laut Greenpeace-Auswertung 35,60 Euro. Damit ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. In Oslo werden 70 Euro pro Kopf und Jahr in sichere Radwege investiert, Tabellenerster ist Utrecht mit 132 Euro.

Greifswald mit seinem "grünen" OB landet vermutlich irgendwo bei unterirdisch.

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