Mittwoch, 17. April 2019

Wer A sagt, muss noch lange nicht B sagen!

A: Der Ostseeküstenradweg soll gebaut werden.
B: Wir fällen dafür diejenigen Bäume, deretwegen die Nutzer_innen des Radweges kommen.

Nein!

Die OZ meldet heute zunächst:

Auch Radfahrer werden von den Baumaßnahmen profitieren. Denn der Kreisverkehr ist Teil der womöglich am längsten herbeigesehnten Radfahrstrecke in Mecklenburg-Vorpommern, des Ostseeküstenradwegs zwischen Greifswald und Stralsund. Die Radfahrer werden künftig über zwei Furten auf der Neuenkirchener Seite über die Straßen geführt, fahren also nicht in den eigentlichen Kreisel ein. Das Teilstück des Ostseeküstenradwegs zwischen der Grenze Greifswald/Neuenkirchen und dem vorhandenen Kreisverkehr Richtung Stralsund soll rund zwei Millionen Euro kosten. Baustart ist im kommenden Jahr. „Unsere Aktivitäten im Jahr 2019 werden sich auf die genehmigte Abnahme mehrerer Bäume beschränken. Im Winter soll ausgeschrieben und ab dem Frühjahr 2020 gebaut werden.“ Die Fertigstellung des Knotenpunktes „Marktkauf“ ist 2021 geplant.

Große Kastanien müssen Fallen

Die von Froitzheim erwähnten Bäume sind die großen Kastanien, die bei Neuenkirchen stehen und die für den Radweg gefällt werden sollen. Laut Gutachten befinden sie sich in einem schlechten Zustand. Das Landratsamt hatte die Fällung im Sommer letzten Jahres bereits für Oktober 2018 und die Ersatzpflanzung von 45 Bäumen bis April dieses Jahres angekündigt. „Die Abstimmungen zwischen dem Bauamt, der Unteren Naturschutzbehörde und den zu beteiligenden Umweltschutzverbänden sind noch nicht abgeschlossen“, begründet Froitzheim die Verzögerung. 
Mal abgesehen davon, dass die geschilderten Furten Unfälle zwischen Auto- und Radfahrenden in den Genen haben, dürfen für einen touristisch genutzten Radweg nicht die Attraktionen beseitigt werden, deretwegen die Touristen kommen! Wie schwachsinnig ist das denn!

Der Nabu wendet sich richtigerweise dagegen:
Dazu habe der Nabu Varianten einer anderen Führung vorgeschlagen. „Eine Möglichkeit wäre, den Radweg schmaler zu bauen als geplant“, sagt Tegetmeyer. Das habe das beauftragte Planungsbüro als nicht umsetzbar bezeichnet. Variante zwei ist die Verlegung des Radwegs auf die Westseite, auf der keine Bäume stehen. Dagegen wurden bisher immer Sicherheitsprobleme als Gegenargumente genannt, die Kreisstraße müsste gequert werden. Außerdem fehlten Grundstücke für den Bau. Das wird bisher auch gegen die dritte Lösungsmöglichkeit ins Feld geführt, die Führung durch Neuenkirchen über die Theodor-Körner-Straße und die Dorfstraße mit Anbindung an den Kreisverkehr Richtung Stralsund. „Der von Wackerow kommende Radweg könnte so eingebunden werden“, argumentiert Tegetmeyer
Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, als für einen Radweg Bäume zu fällen! Und wenn sie nicht auf der Hand liegen, dann muss man sie halt suchen! Aber vermutlich nist das von einer Verwaltung zu viel verlangt...

Wer etwas will, sucht Wege. Wer etwas nicht will, sucht Gründe!

 

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