Mittwoch, 23. Januar 2019

Ost-Problem

Unabhängig davon, ob es sich um Ostdeutsche nach Oldenburger Definition, um Bürger_innen der ehemaligen DDR oder einfach um Sachsen handelt - sagt mal: Geht's noch? Mit was für einem Material möchtet Ihr Kinder und Jugendliche an die Gegenwart heranführen?
In einer sächsischen Oberschule wird entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse und den Vorgaben des Lehrplans im Biologie-Unterricht offenbar weiter die sogenannte Rassentheorie gelehrt. Entrüstete Eltern aus einer betroffenen Gemeinde südlich von Dresden (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) meldeten sich bei der Landtagsabgeordneten Petra Zais (Grüne), schickten ihr Fotos vom Lehrmaterial und den dazu gehörenden Übungen für Zehntklässler. Auf der abgebildeten Seite ist von negriden, mongoloiden und europäischen „Rassenkreisen“ die Rede, werden vermeintlich typische Vertreter gezeigt, inklusive einer Beschreibung angeblicher Merkmale – wie dicke Lippen, untersetzter Körperbau und Gelbton der Haut. Dazu sollten die Jugendlichen Schaubilder mit verschiedenen Nasen- und Augenformen beschriften und diese zuordnen. Zais wandte sich mit dem Material nun an Sachsens Bildungsminister Christian Piwarz (CDU) und forderte Aufklärung.
Wie Piwarz erklärte, stammen die Beanstandungen aus einem zwanzig Jahre alten Themenheft des Verlags „Volk & Wissen“[.]

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