Glyphosat auf den Feldern von Greifswald

Da die OZ sich nach wie vor stringent bemüht, keine politische Berichterstattung zu pflegen, sondern selbst Politik zu machen, hier eine Ergänzung zur Berichterstattung aus der Bürgerschaft:

Der Antrag der CDU, ein Greifswald-Graffiti auf einem Kriegsschiff anzubringen und dieses dann an der Westerplatte vorbeizuschicken, wurde sehr stark auch auf Betreiben der AL abgelehnt - mit eindeutigen Wortbeiträgen in den Ausschüssen und der Bürgerschaft selbst. Zumindest letzteres hätte der Greifswalder Lokalredaktion auffallen können; über den Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur schreibt sie vierspaltige Artikel, ohne dass jemand aus der Redaktion anwesend gewesen wäre, daher ist sie insofern entschuldigt, als sie zwar viel schreibt, aber nicht wissen kann, was sich dort abgespielt hat.

Ähnlich beim Glyphosat-Antrag, der in der nächsten Bürgerschaftssitzung zur Abstimmung ansteht: Ausgehend von unserem Anstoß, dieses hochgiftige und artenschädliche Zeug nicht mehr auf Flächen im Eigentum der Stadt auszubringen - immerhin brüstet sich die Stadt mit Nachhaltigkeits-Auszeichnungen, die nichts kosten und niemandem wehtun -, gibt es in der kommenden Bürgerschaft eine Beschlussvorlage der Verwaltung, die, Nachtigall, ik hör dir poltern, die Sache abdämpfen soll; immerhin eine Beschlussvorlage, die in die richtige Richtung geht.

Im Antrag (natürlich nicht in der OZ) werden Ross und Reiter genannt:

Insoweit flossen in der Erarbeitung dieser Vorlage Anregungen aus der Vorlage 06/1358.2 „Reduktion der Verwendung von Glyphosat, Fipronil, Neonicotinoiden und anderen, die Biodiversität gefährdenden Giften auf stadteigenen Flächen in einem dialog-orientierten Prozess“ (Einbringer: Dr. U. Rose, Fraktion DIE LINKE) sowie Zuarbeiten aus der GAI ein.

Der Antrag in voller Länge ist im Ratsinformationssystem (RIS) auf greifswald.de zu finden.
 
Soviel zu den Bemühungen der Greifswalder OZ-Lokalredaktion, journalistisch zu arbeiten. Da ist noch Luft nach oben (die OZ berichtete). Zum Glück betrifft dieses Verdikt nicht alle Mitglieder der Redaktion, wir hoffen, die Jounalist_innen in der Gruppe können sich auf Dauer gegen das parteiische Krawall-Geschreibsel ("Streit um..." bei jeder bürgerschaftlichen Diskussion) durchsetzen.