Donnerstag, 22. Februar 2018

Aktivistisch das Pferd von hinten aufgezäumt

Dass man mit dem Abschießen von Wildschweinen das Eindringen der Schweinepest nicht verhindert, wissen eigentlich alle. Denn es sind nicht die Wildschweine, die die Verbreitung bedingen und unterstützen, sondern die Menschen. Und wenn man an deren Verhalten nichts ändern will, nimmt man halt als Ersatzbefriedigung das Töten von Wildschweinen.

Grundsätzlich:
Vor allem aber brauchen wir eine Trendwende in der industriellen Tierhaltung: ohne Riesenställe, ohne globalen Futtermittelhandel, ohne grenzüberschreitenden Schlachttier-Tourismus.
Als Zweites dann erst:
Darüber hinaus aber wird die Tierseuche hauptsächlich von Menschen verbreitet – über die illegale Einfuhr von infizierten Schweinen oder tierischen Nebenprodukten aus Osteuropa. Auch Fahrzeuge, kontaminierte Gegenstände wie Jagdausrüstung, landwirtschaftliche Geräte oder Kleidung sind ein Risiko. Wichtig wären also konsequente Überwachung, lückenlose Desinfektion, Einfuhrverbote, die Vernichtung kritischer Lebensmittelabfälle.
Und danach, erst danach können wir darüber nachdenken, wie hoch denn nun wirklich der Anteil der Wildschweine an der Ausbreitung der Schweinepest ist.

Aber nicht als Erstes!


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