Freitag, 5. Januar 2018

Und Trump macht hemmungslos weiter

Hält ihn denn niemand auf?

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant, in fast allen Küstengewässern der USA Öl- und Gasbohrungen zu erlauben. Das Innenministerium legte einen umstrittenen Vorschlag vor, nach dem auch in bislang geschützten Bereichen im Atlantik und der Arktis nach Öl und Gas gebohrt werden kann. Zum ersten Mal seit mehr als drei Jahrzehnten soll auch vor der Küste Kaliforniens im Pazifischen Ozean gebohrt werden. Die Pläne sind aber noch nicht final.
In dem Entwurf schlägt Innenminister Ryan Zinke 47 mögliche Versteigerungen von Bohrrechten in mehr als 90 Prozent der US-Küstengewässer vor. Eine verantwortliche Entwicklung von Offshore-Energievorkommen würde Arbeitsplätze schaffen und die wirtschaftliche Sicherheit erhöhen, so Zinke. Die Regierung verspreche sich von dem Schritt zahlreiche neue Arbeitsplätze. In einem nächsten Schritt will das Innenministerium die Meinung der Öffentlichkeit einholen, bevor die Pläne dann endgültig beschlossen werden sollen. [...]
Bei dem nun vorgelegten Gesetzentwurf handelt sich um den weitreichendsten Vorschlag zu Offshore-Bohrungen seit Jahrzehnten. Er ist eine Reaktion auf eine Exekutivanordnung Trumps im April, in der er zur Ausweitung der Bohrrechte in Gewässern des Bundes aufgerufen hatte. Als Ziel gab Trump vor, eine "Energie-Dominanz" auf dem Weltmarkt zu erreichen. [...]
Erst vor einer Woche hatte Trumps Regierung vorgeschlagen, nach der Ölkatastrophe 2010 im Golf von Mexiko erlassene strenge Vorschriften für Offshore-Bohrungen umzuschreiben oder ganz abzuschaffen. Die Sicherheitsauflagen seien eine unnötige Bürde für die Industrie und ihre Lockerung würde zu mehr Energieproduktion führen, erklärte die Regierung.


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