Montag, 15. Januar 2018

Rosinenpickerei

Ich höre sie noch, die Stimmen aus der Union: Die SPD solle keine Rosinen picken. Was verhandelt ist, ist verhandelt. Das Paket gilt als Ganzes, und was der Unionssprüche zur Rettung der Ergebnisse der Sondierungsgespräche noch mehr sind.

Nur das unerfahrene CDU-Bundestagsneumitglied, Philipp Amthor, hält sich nicht an die Parteilinie, denn es geht um Wählerstimmen. Waffenlieferungen an Kriegsbeteiligte im Jemen untersagen - das schadet ja der Wolgaster Werft! Er ist (mit Rehbergs Unterstützung) der einzige, der das geschnallt hat; für ihn ist MP Schwesig offenbar immernoch die "Küsten-Barbie": Sie habe nämlich, Amthor zufolge, die Gefahr dieses Beschlusses "vielleicht gar nicht erkannt". Er, Amthor, das Cleverle, natürlich schon.

Er muss noch viel lernen, z. B., dass die Boote bisher unter dem Radar durchgingen. Durch sein jetziges, zu kurz gedachtes Getöse tauchen sie aber auf und werden Thema - zum Schaden der Werft. Tja, Dummheit muss bestraft werden - leider zahlt nicht Amthor die Zeche, sondern es zahlen die Mitarbeitenden der Werft für Amthors Profilierungsgezeter.

Es gibt nichts Wahres im Falschen. Wer sich auf Waffenlieferungen einlässt, muss mit den Konsequenzen rechnen. Ich beginne ja auch kein Crowd Funding für Heckler & Koch wegen der Sondierungsvereinbarung. Vermutlich hat Peter Ritter einfach recht:


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