Samstag, 13. Januar 2018

Pommern-Retter

Die Jubelmeldung lautete:
Die Rettung des Schlosses Ludwigsburg ist in greifbare Nähe gerückt. Vom Land Mecklenburg-Vorpommern gibt es positive Signale, sich an der Sanierung des letzten noch existierenden Schlosses der Pommernherzöge zu beteiligen.
Das hat der aktuelle Vereinsvorsitzende, Sascha Ott, fast allein hingekriegt, nur unterstützt vom "Türöffner" Egbert Liskow:
Seit über zehn Jahren kämpft er vehement für den Erhalt und die Sanierung des Schlosses Ludwigsburg.
Wenn man da mal die Alphamännchenluft rauslässt, sieht die Situation allerdings nicht ganz so zum Jubeln aus, sondern gehört in den Zusammenhang des abgehängten Vorpommerns, das sich (Ott und Liskow) schon presseöffentlich über die Brosamen vom Schweriner Herrschertisch freut.

Im Interview, das in der heutigen OZ abgedruckt wurde, äußert sich der Direktor des Pommerschen Landesmuseums, Dr. Uwe Schröder, zu Schloss Ludwigsburg:
Zu den Plänen des Landes, das Schloss Ludwigsburg in die Stiftung Pommersches Landesmuseum und damit in das Museum einzubinden, hielt sich Schröder bedeckt. Auf die Frage, ob es inzwischen Gespräche darüber mit dem Museum gegeben habe, antwortete er mit einem kurzen „Nein“ und der Gegenfrage: „Warum sind acht Herrschaftssitze aus Mecklenburg im Besitz des Landes, und warum soll es für das Schloss Ludwigsburg eine Vorpommernvariante mit vielen Beteiligten geben?“ Das Land hatte sich Ende vergangenen Jahres dazu durchgerungen, die Sanierung des letzten vollständig erhaltenen Schlosses der Pommernherzöge in Vorpommern auf den Weg zu bringen. Plan ist es, den Bund dafür ins Boot zu holen und das Schloss der Stiftung zu unterstellen. Neben Bund und Land sind an der Stiftung allerdings noch weitere Partner, wie die Stadt und die Universität, beteiligt.
Das ist genug Stoff zum Nachdenken - nicht nur über die "Schwarze Null", auf die Schwerin so stolz ist (während Vorpommern zerbröselt, in jeder Hinsicht).

Vielleicht sollten wir Agent 08/15 einsetzen, der ja durch unseren lokalen Schweinepreisanzeiger bereits zum "Pommernretter" hochstilisiert wurde:



 

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