Samstag, 23. Dezember 2017

Wir fordern mal so einfach drauflos

Menschen mit Anspruchshaltung haben diesen Anspruch selten an sich, meist an die anderen.

In der Zeitung durften wir lesen:
Immer mehr Bundesbürger arbeiten ständig oder regelmäßig an Sonn- und Feiertagen. Im Jahr 2016 galt dies für rund 15 Prozent der Erwerbstätigen oder knapp jeden Siebten, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. [...] In diesem Jahr kommen ferner auf Angestellte im Handel Sonderschichten zu. Heiligabend fällt auf einen Sonntag.
Statt darüber nachzudenken, warum immer mehr Leute immer mehr Müll 50 Meter durch die Gegendschleppen, um ihn dann wegzuwerfen, bestenfalls in einen Müllbehälter, und wie man sie unter Umständen davon abbringen könnte, sollen die Kolleg_innen von den Stadtwerken Sonderschichten fahren:
„Die Papierkörbe quellen mit Abfällen der Weihnachtsmarktbesucher über“, schätzt Andreas Donner ein. „Bei meinem Gang durch unsere schöne Stadt waren die Müllbehälter schon gegen 11 Uhr voll.“ Es lagen schon jede Menge Verpackungen und Einweggeschirr in den Papierkörben. Die Stadt sollte darum in der Weihnachtszeit häufiger die Müllbehälter entsorgen.
Wer auch immer Andreas Donner, und wer auch immer der darüber erwähnte Hans Georg Jager ist. Haben diese Leute vor dem Reden mit dem Hochleistungsjournalisten aus der Greifswalder OZ-Redaktion ("schätzte er ein") oder gar dieser selbst das Hirn eingeschaltet?

Die beste Art, Müll zu entsorgen, ist: ihn gar nicht erst entstehen lassen! Laut Stadtsprecherin Andrea Reimann
werde geprüft, ob 2018 am Wochenende geleert werden soll. Es sei aber für die Mitarbeiter nicht normal, an Sonntagen zu arbeiten, erinnert Reimann an Gesetze, Arbeits- und Tarifverträge. „Die überquellenden Papierkörbe wären leicht vermeidbar, wenn die Bürger ein paar Schritte weitergehen würden, um ihren Müll zu entsorgen“, sagt sie. Auch könne jeder Abfall vermeiden.
Recht hat sie!

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