Freitag, 15. Dezember 2017

Kulturnachrichten

Zwei Meldungen in der heutigen OZ mit und (leider) ohne Konsequenzen:

Die eine spricht von der immer weiter abbröckelnden "Theaterfusion", die die Schweriner Kulturbürokratie auf Biegen und Brechen betreibt. Nachdem schon Rostock ausgeschert ist, Schwerin durch die Kooperation mit Parchim nicht mehr als die allerklitzekleinste Bewegung gezeigt hat, zerbröselt das Projekt zum Glück für alle Einwohnenden in MV immer weiter:
Die Fusion der Theater im Osten Mecklenburg-Vorpommerns droht an wachsenden Differenzen der Theaterträger zu scheitern. Das sei bei der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe zur Fusion deutlich geworden, sagte Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) am Donnerstag auf der Stadtvertretersitzung. So hätten die Gesellschafter der Theater Vorpommern GmbH (Stralsund/Greifswald) die geplante Ansiedlung der zentralen Werkstätten bei der Theater und Orchester GmbH in Neustrelitz (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) in Frage gestellt. Zudem gebe es unterschiedliche Ansichten bei Spielplänen, Geschäftsanteilen und der Vermietung von Spielstätten. An Montag sei dazu in Schwerin eine Sitzung zusammen mit dem Land geplant, sagte Witt. „Ich persönlich glaube nicht, dass man diese Dissenspunkte alle aus dem Weg räumen kann.“ Damit wäre eine für 2018 geplante Fusion nicht mehr zu schaffen.
Tja, in Greifswald hat die Bürgerschaft willfährig (gegen meinen unmaßgeblichen Widerstand) nicht nur den Letter of Intend (LOI), sondern auch die Zievereinbarung über das Theater mit dem Land unterschrieben - völlig unnötig und in vorauseilendem Gehorsam, der den dafür gestimmt habenden Mitgliedern der Bürgerschaft nun auf die Füße fällt. Warum sind alle Gesellschafter in MV mutig in der Abwehr der Schweriner Ansprüche, nur Greifswald kuscht?

Die zweite Nachricht erfüllt, ebenfalls in der Auseinandersetzung Kultur und Verwaltung, mit einiger Häme:
Das Oberlandesgericht in Rostock hat die im Juni 2016 ausgesprochene Kündigung des ehemaligen Intendanten des Rostocker Volkstheaters, Sewan Latchinian, für unwirksam erklärt.
Sehr geehrter Herr Rostocker Oberbürgermeister Methling: No further comment...


 
 


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