Donnerstag, 7. Dezember 2017

Gestrig

In der gestrigen OZ fand sich ein Artikel aus bekannter Feder (eob) über einen Vortrag am Krupp-Kolleg. Thema war eine Bibliothek in der polnischen Stadt Łódź. Laut Wikipedia wurde die Stadt erstmals 1332 urkundlich erwähnt als Łodzia. An Schreibweise, Lautung etc. besteht offenbar kein Zweifel - die Sadt hieß unter polnischer, preußischer, russischer und wieder polnischer Herrschaft immer Łódź.

Nur nicht für den Hochleistungsjournalisten in der OZ-Redaktion. Er benutzt die Schreibweise, die die Nazis 1939-1940 einführten, und setzt in Klammern die Schreibweise, die deutsche Migranten in Łódź benutzten (damals war es mit dem Lesen und Schreiben noch nicht so weit her):
Heute gibt es nur noch Reste in Greifswald, Warschau und Lodsch (Lodz). 
Die Wahrheit hat für den Hochleistungsjournalisten offenbar in der Zeit zwischen 1933-1945 stattgefunden (vermutlich gehört er deswegen auch zu den heftigsten Agitatoren für den momentanen Namenspatron der Universität Greifswald).

Warum schreibt er dann nicht gleich "Litzmannstadt"?



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