Donnerstag, 30. November 2017

Und wieder eine neue Studie

Das Ergebnis einer neuen Studie, über die die OZ berichtet:
Alle gegen alle, so scheint es: Die Befragung spiegelt den Stress wider, dem die Menschen in dichten Stadtverkehr ausgesetzt sind. „Der Monitor zeigt deutlich, dass Rücksichtslosigkeit und Konflikte wichtige Themen sind“, merkte ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller an.
Die übrigen Ergebnisse sind bekannt. Sie weichen (leider) von keinem bereits existierenden Vorurteil ab. Ob das an der Richtigkeit der Vorurteile oder der Art der Fragestellung der Studie liegt (immerhin ist der ADAC der Auftraggeber...), kann ich nicht beurteilen.

Ein wichtiges Ergebnis ist allerdings (s. o.), dass die Konfliktvermeidung größere Bedeutung bei der Verkehrsplanung erhalten sollte. Und dazu brauchen wir:

1. Ausreichende und gut bemessene Fahrradwege, die sich deutlich von der für Autofahrende vorbehaltenen Spur abgrenzen und nicht mit den Wegen für Fußgehende kombiniert sind.

2. Mehr Kontrollen durch die Polizei, z. B. von
- rasenden, sich für etwas Besseres haltenden Autofahrenden,
- auf Fußwegen und in der Fußgängerzone fahrenden Radelnden ohne Licht, dafür aber mit Smartphone und Kaffeebecher in den Händen und Stöpseln in den Ohren,
- unterbesetzten Lieferfahrzeugen ohne Assistenzsysteme
- (nach unten offene Liste).

Aber dafür "haben wir kein Geld", sagen die Kommunen zu Punkt (1), wollen aber eigentlich den Autofahrenden nicht ihre Liebe entziehen; dafür "haben wir ja kein Personal", sagt die Polizei zu Punkt (2), stattdessen haben wir ja die berühmte Schwarze Null im Landeshaushalt, auf der Schwerin immer mit stolz geschwellter Brust herumreitet...

Hier geht's zur Studie.


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