Montag, 23. Oktober 2017

Klassisch

Tja, was fällt einem da ein? Das Technische Rathaus in Greifswald, mit 6 Millionen den Bürgerschaftsmitgliedern aufgeschwätzt, kostete letztlich, obwohl noch keine offiziellen Zahlen vorliegen, das zweieinhalbfache. Die Anklamer Straße? BER? ElPhi?

Eigentlich doch die A20, die Wohlstand, ja sogar Reichtum nach Vorpommern bringen sollte (ist wohl ein Jahrhundertprojekt. MV ist in allem und immernoch in ALLEN Rankings Schlusslicht - bis auf Schulabbrecher und Alkoholkonsum).
Das Theater von Nikaia, werter Gebieter, das bereits zum größten Teil  gebaut, gleichwohl noch nicht fertig ist, hat mehr als das hundertfache an Sesterzen gekostet als veranschlagt – dem Vernehmen nach, denn eine  Kostenrechnung liegt nicht vor. Ich befürchte, für nichts. Denn mit gewaltigen Rissen hat es sich abgesenkt und ein Loch freigegeben. Grund dafür mag der feuchte und instabile Untergrund sein oder der dürftige  und brüchige Baustein an sich. Es ist sicher einer Untersuchung würdig, ob das zu beheben ist oder so gelassen werden kann oder gar abgetragen werden muss. Denn die Stützen und die Konstruktion, auf der es im Untergrund aufliegt, scheinen mir nicht so stabil zu sein, wie es den Kosten entspräche.
Theatrum, domine, Nicaeae maxima iam parte constructum, imperfectum  tamen, sestertium - ut audio; neque enim ratio operis excussa est -  amplius centies hausit: vereor ne frustra. Ingentibus enim rimis desedit et hiat, sive in causa solum umidum et molle, sive lapis ipse gracilis  et putris: dignum est certe deliberatione, sitne faciendum an sit  relinquendum an etiam destruendum. Nam fulturae ac substructiones, quibus subinde suscipitur, non tam firmae mihi quam sumptuosae uidentur.
(Plin. epist. 10, 39, 1-2. Übersetzung von Kay Karpinsky)


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