Samstag, 26. August 2017

Kulturlandschaft

Unter Kulturlandschaft versteht man nicht das, was Axel Hochschild und einige verpeilte Kunstgeschichtler darunter verstehen zu dürfen glauben, um Energieerzeugung aus regenerativen Quellen zu verhindern, nämlich eine im falschen Sinne romantisierte Landschaft, die es ahistorisch und museal zu bewahren gilt - nein, Kulturlandschaft ist - im Unterschied zum Urwald beispielsweise - die vom Menschen für seine Zwecke gestaltete Landschaft.

Eine große Rolle spielen bei der Erhaltung des status quo EU-Subventionen:
Einer der davon direkt Betroffenen ist Landwirt Marius von Bomhard aus Lodmannshagen. Seit 24 Jahren bewirtschaftet die Familie auch gepachtete, schwer zu bewirtschaftende Waldwiesen. Einmal jährlich, zwischen 1. Juli und 31. August, werden die Flächen gemäht. „Das Stalu reicht dafür jährlich pro Hektar 220 Euro Sondersubventionen aus“, sagt von Bomhard.
Und da stört natürlich die Natur in Gestalt eines Wasser stauenden Bibers nur.
„Durch die Biberburgen im Prägelbach ist der Rückstau in den Gräben, die durch die Wiesen laufen, so gewaltig, dass alles unter Wasser steht“, erläutert der junge Landwirt
Kein Medikament ohne Nebenwirkungen, kein Eingriff in die Natur (Biberschutz) ohne vorher nicht absehbare Folgen (für Wiesenflockenblume, Bachnelkenwurz und Gundelrebe).
Durch die regelmäßige Bewirtschaftung würden streng geschützte Arten wie Wiesenflockenblume, Bachnelkenwurz und Gundelrebe gedeihen. „Das sind Arten von höchstem Blühwert, wichtig für Bienen, Hummeln und andere Insekten“, betont er.
Nur als Vorschlag, so zum Nachdenken: Wenn man mal einen Meter zur Seite tritt und monokausale Erklärungen unterlässt, so könnte man ja auch auf die Idee kommen, dass vielleicht mit den (von Menschen zu früheren, also anderen Zeiten und anderen Bedingungen angelegten) Gräben etwas nicht mehr zeitgemäß ist.

Statt Biber zu töten.


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