Donnerstag, 29. Juni 2017

Sie predigen öffentlich Wasser

Beate Schlupp sollte sich in Hinsicht auf das christliche Menschenbild, das laut Sascha Ott die "auf Dauer angelegte Beziehung zwischen Mann und Frau, die auf Nachkommenschaft ausgerichtet ist," umfasst, öffentlich etwas zurückhaltender äußern, ebenso im selben Zusammenhang die Familie Liskow. Zurückhaltung täte da unter Berücksichtigung ihrer eigenen Lebensgeschichte ganz gut.

Warum Sascha Ott (möglicherweise, dem Artikel zufolge) etwas gegen Gewissensentscheidungen hat, weiß ich nicht.
Etliche Mitglieder der CDU Mecklenburg-Vorpommern sind verärgert über die plötzliche Ankündigung der CDU- Vorsitzenden, die für morgen im Bundestag angesetzte Abstimmung über die „Homo-Ehe“ nicht mehr dem Fraktionszwang zu unterwerfen.
Wenn die CDU so ist, wie Ott will, dann werden die ottgewissenhaften CDU-Fraktionsmitglieder in seinem Sinne entscheiden. Wenn sie dies nicht tun, möchte er sie mit Fraktionszwang gegen ihr Gewissen auf seine Linie bringen. Damit schadet er eher der CDU, als dass er dem christlichen Menschenbild Ottscher Couleur helfen würde.

Auf das, was aus der "Büchse der Pandora" noch so alles kommt, bin ich eher gespannt, als dass ich davor Angst hätte. Das Angst verbreiten sollende Geraune bringt übrigens nichts. Konkret, Herr Ott: Was befürchten Sie? Wäre nett, wenn Sie sich erklären würden, statt in Bilderrätseln zu sprechen. Dann kann man auch darüber reden; jetzt kann man sich nur schulterzuckend vom gruselnden Mitglied des konservativen Kreises abwenden.


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