Donnerstag, 27. April 2017

Heute auch in der OZ:

Heftige Reaktionen haben völkisch-nationalistische Äußerungen des AfD-Landtagsabgeordneten Prof. Ralph Weber ausgelöst. In einer Facebook-Nachricht warnt Weber vor angeblich drohender „multikultureller Umgestaltung“, einem „großen Austausch“ der Bevölkerung durch Überfremdung. Dies dürfe nicht geschehen. Zitat: „Wir ,Biodeutsche’ mit zwei deutschen Eltern und vier deutschen Großeltern müssen hierfür sorgen.“ Kritiker sehen dies als letzten Beweis dafür, dass Weber am äußersten rechten Rand agiert, für die SPD ist er ein „Neonazi“. Vor allem weil er wie der umstrittene thüringische AfD-Mann Björn Höcke eine „Kehrtwende“ in der Geschichtsbetrachtung „um 180 Grad“ fordert. Die Spitze der AfD in MV geht auf Distanz.
Die Ereignisse zu Webers Äußerungen haben sich in den vergangenen Tagen überschlagen. Am Montag setzt er seine umstrittene Nachricht ab, fordert unter anderem: „Deutschland den Deutschen“. Später streicht er dies wie andere Passagen auch.

Dass die Greifswalder Lokalredaktion dazu nichts gesagt hat, aber auch nicht über die Arndt-Veranstaltung mit Götz Aly berichtet, sondern beides der übergeordneten Redaktion überlässt, könnte darauf schließen lassen, dass in der Greifswalder Redaktion (oder in der übergeordneten...) der Gedanke aufgekommen sein könnte, dass es möglicherweise einen Zusammenhang gibt zwischen ihrer einseitigen Arndt-Kampagne und dem sich ausbreitenden - nennen wir es arndtisch: Nationalismus.

Könnte.

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