Samstag, 1. April 2017

Es gibt keine einfachen Lösungen...

Wir haben in Greifswald ein Problem: Parken in der Innenstadt. Bzw. nicht das Parken überhaupt, sondern die zahllosen Autofahrenden, die in die dem Grundriss nach im Mittelalter angelegte Stadt hineinfahren und selbstverständlich erwarten, dass sie Ihr Auto direkt vor dem Ziel parken können (ein für viel Geld errichtetes Parkleitsystem wird von den Cleverles am Steuer natürlich ignoriert, man will ja schließlich direkt am Ziel parken, natürlich ohne dafür zu bezahlen. Parkhäuser treffen dasselbe Schicksal).

Erik von Malottki hatte für dieses komplexe Problem eine einfache Lösung (so etwas kennen wir eigentlich nur von einer anderen, ziemlich jungen Partei...):

Parkausweise nur noch für Greifswalder (und Greifswalderinnen, möchten wir ergänzen).

Tja, und wie das mit den populistischen einfachen Lösungen so ist, ziehen sie einen Rattenschwanz an Bürokratie hinter sich her.

Diejenigen, die sich mittlerweile zu Meistern bürokratisierter Lösungen entwickelt haben, sind die Grünen.

Wir denken daran: es geht um einen Satz ("Parkausweise nur noch für Greifswalder"). Dazu soll jetzt, weil das Problem eben komplexer ist als der eine Billigsatz, eine Ausnahme formuliert werden. Hinzu kommt noch, dass man das alles ja auch noch evaluieren muss. Die Formulierung der Ausnahmegenehmigung ("Pflegevignette"), die schon die Änderung eines Änderungsantrags ist, hier zum allgemeinen Genuss im exzellenten Verwaltungssprech, wie sie am Montag der Bürgeschaft vorgelegt wird:








Der Schlaf der Vernunft gebiert Monster.



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