Mittwoch, 15. März 2017

"Gesund"schrumpfen

Der heutigen OZ durften wir entnehmen:
In potenziellen Windeignungsgebieten im Kreis Vorpommern-Greifswald werden offenbar weiter Greifvogel-Horste mutwillig zerstört. Das Umweltamt habe neun weitere zerstörte Horste entdeckt, sagte der Sprecher des Kreises, Achim Froitzheim, gestern. [...] „Bei der Vielzahl der Fälle deutet alles auf zielgerichtete und flächendeckende Zerstörungen hin“, sagte der Sprecher des Kreises weiter. Im Kreis wurden bis gestern 28 Fälle von Zerstörungen bekannt.
Außerdem lesen wir:
Seeluft und kaum Industrieabgase: Das kommt den Wäldern im Land zugute. Doch intensive Nutzung und Klimawandel setzen den Bäumen zu.
Der Kommentar dazu:
Doch der Gesundbrunnen Wald kränkelt. Wetterextreme setzen seinen Gehölzen zu, Schädlinge breiten sich – nicht zuletzt durch den Klimawandel – aus. Gleichzeitig müssen Eiche, Buche und Co. zunehmend mit Landwirtschaft, Straßenbau und Industrie konkurrieren, die Baumbeständen buchstäblich auf die Borke rücken oder es auf ihr Holz abgesehen haben. Laut Landes-Umweltministerium sind die Wälder in MV so gesund wie kaum irgendwo sonst in Deutschland. Damit das so bleibt, ist Naturschutz wichtig. [...] Nur wenn sich Nutzung und Schutz die Waage halten, sind unsere Wälder fit für die Zukunft. Gelingt das nicht, ist diese Wunderwelt irgendwann selbst nur noch Stoff für Märchen.

Soweit die Zustandsbeschreibung. Und die Reaktion im Kreis Vorpommern-Greifswald? Auch die steht in der heutigen Zeitung:


Ja, das ist die beste Lösung: Auf die Herausforderungen damit reagieren, dass man das zuständige eigenständige Amt auflöst und dem Bauamt unterordnet ("Amt für Bau und Umwelt"). Wie bei kleinen Kindern: Wenn ich die Hände vor die Augen lege, sieht mich keiner...

Was das für den Naturschutz bedeutet, haben wir in Greifswald schon mehrfach festgestellt. In Hinsicht auf den Naturschutz in alleeähnlichen Straßen ist die Untere Naturschutzbehörde zuständig, angesiedelt beim - Bauamt!



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