Montag, 20. Februar 2017

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In einem Gastkommentar der Frankfurter Rundschau las ich folgende Sätze*:
Schon die Bauernaufstände des Mittelalters entzündeten sich an Landkonflikten, meist an der Überführung der Allmenden in Fürsten- oder Kirchenbesitz. [...] oftmals machen korrupte Eliten gemeinsame Sache mit zahlungskräftigen Investoren.
Die Sätze sind mit nur deswegen aufgefallen, weil ich vorher die heimattümelnden und jegliche Historizität vermissen lassenden Sätze in der OZ las, die sicherlich das Anliegen der Ferrero-Kugel auf der Paepke-Stele am Bahnhof unterstützen sollen. Der Artikel zitiert zunächst einen anderen Artikel aus einer Zeitung des Jahres 1917 über Carl Paepke:
Der „Name dieses Mannes bedeutet einen Markstein in der Geschichte der Bewirtschaftung unseres Stadtfeldes, das nicht nur weite Ackerflächen, sondern auch ausgedehnte Wiesen ausweist. Ihm gebührt das Verdienst auf diesem Gebiete eine heilsame Umwälzung bewirkt und damit auf den Wohlstand des städtischen Gemeinwesens einen segensreichen Einfluß ausgeübt zu haben."
und setzt fort:
Er hob die gemeinschaftliche Weide auf und führte gegen großen Widerstand ein neues Feldstatut ein. Die Stadt verpachtete zum Teil Land.
Und dafür sollen wir ihm ein Denkmal setzen? Auf Drängen eines LINKEN?


*Philipp Mimkes, GF der Menschenrechtsorganisation FIAN in Deutschland: 500 Jahre Landkonflikte. Von den Bauernkriegen zum Bauernkongress, in: FR, Freitag, 17. 2. 17, S. 16

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