Donnerstag, 27. Oktober 2016

Feindliche Übernahme

Wie wäre es, wenn der König von Schönwalde I / Südstadt sich auf sein Staatsgebiet beschränken würde, statt sich in die Politik souveräner Staaten in der Nachbarschaft einzumischen? Nicht nur, dass er eine unrühmliche Rolle bei der demokratischen Partizipation von Bürgerinnen gespielt hat, weil er ja als "guter" König und Frauenversteher seine Unternaninnen besser als sie sich selbst vertreten kann, nein, er mischt sich als "Kulturbeauftragter" in Angelegenheiten ausländischer Staaten ein, indem er Klientelpolitik betreibt und, wie jedes übliche CDU-Mitglied, seine Kumpels mit städtischer Kohle versorgen will:
Eine neue Ausschreibung sollte Greifswalder Künstlern wie Heinrich Zenichowski die Möglichkeit geben, sich zu beteiligen, sagt Multhauf.
Mir schwant Fürchterliches...

Die künstlerische Qualität liegt für die selbsternannten Denkmalbeauftragten bei den strukturkonservariven Parteien in der Ähnlichkeit der Kopie:
In einer anderen Sache unterstützt Hochschild indes Multhauf. Fast zeitgleich mit dem Karl-Marx-Platz wurde der Carl-Paepke-Platz übergeben. Auf der Stele für den Vater des Greifswalder Bahnanschlusses fehlt die ursprünglich vorhandene Büste. Multhauf und Hochschild fordern die Herstellung einer Kopie.
Die 'künstlerische Qualität' macht der von Multhauf protegierte Künstler deutlich:
Laut Heinrich Zenichowski wäre das (die Herstellung einer Kopie, d. A.) künstlerisch kein Problem.
Alle drei verwechseln sie Kunst mit Handwerk: Die Herstellung einer Kopie ist handwerklich unbestritten kein Problem - künstlerisch aber auf jeden Fall. Und künstlerische Qualität hat etwas mit Ideenreichtum und Kreativität zu tun: Auf dem Paepke-Platz eine naturalistische Paepke-Büste oder auf der Perershagen-Allee eine Petershagen-Figur aufzustellen, ist so phanasiereich, wie an der Bahnhofstraße irgendwo ein Bahnhofsgebäude zu erwarten.

Hoffentlich verweht der Wind, den die Kultur- und Denkmalbeauftragten gerade machen, schadlos für Greifswald über der Ostsee...


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