Dienstag, 30. August 2016

Ansehenswerte Ausstellung

Das Literaturhaus Rostock zeigt die Ausstellung "Mythos Eternauta". Dazu heißt es in der OZ:
Héctor Germán Oesterheld (1919 bis vermutlich 1978) schrieb und zeichnete 1957 den Comic „Eternauta“. Darin zeichnet er die düstere Vision einer außerirdischen, überirdischen, abstrakten Macht, die seine Heimatstadt Buenos Aires heimsucht, Menschen unterjocht, ermordet, verschleppt. Die Unterdrücker bleiben kaum greifbar, selbst die Folterschergen mit ihren riesigen Multifunktionshänden sind nur Werkzeuge einer fremden, unsichtbaren Macht. Exakt das passiert seinem Land 20 Jahre später. 1976 übernimmt die Militärjunta unter General Videla die Macht und verschleppt, foltert, ermordet bis 1982 mehr als 30000 Menschen
Eine sehenswerte und wichtige Ausstellung, vor allem wegen des letzten Satzes der abgedruckten PM:
Anfangs werden Ängste genutzt, um an die Macht zu gelangen und sie auszubauen. Später werden sie gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt [...] Auch das geschieht ganz aktuell derzeit am Rande Europas.
Diesem letzten Satz ist zugunsten der Aktualität der Ausstellung zu widersprechen, denn die geschilderten Vorgänge, Populismus, also einfache Lösungen für komplexe Probleme, haben längst auch die Mitte Europas erreicht.

Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel.

ARD-Wahlumfrage via infratest-dimap. Hervorhebung vom Verfasser




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