Mittwoch, 23. März 2016

Und wieder: Gutsherrliche Geschenke statt auskömmliche Finanzierung

Braucht die Kultgur gutsherrliche (Wahl-)Geschenke? Nein! Die Kultur braucht eine auskömmliche Finanzierung - und zwar auf Dauer, nicht große Gesten und Sondermittel (im Wahljahr). So ähnlich wie bei den Theatern, bei denen die "Notfinanzspritze" schon gleich am Anfang des Jahres versprochen wird, weil es allen (auch dem Kultusminister) klar ist, dass die Theater unterfinanziert sind, so ist es in der übrigen Kulturförderung auch: im wesentlichen besteht sie aus in gutsherrlichen Gnadenakten verteilten Geschenken, vor allem in den Jahren, in denen die wählenden Künstler_innen die Hand nicht abbeißen sollen, die sie füttert (so die Brodkorbsche Vorstellung).

Für die Künstlerförderung stehen nach Angaben des Bildungsminsteriums in diesem Jahr mehr als 100 000 Euro zusätzlich zur Verfügung.

Warum zusätzlich? Warum nicht von vornherein? Vermutlich, weil sich aus auskömmlich finanzierter Kultur keine Aufsehen erregende Pressemitteilung machen lässt...

Keine Kommentare:

Kommentar posten