Freitag, 19. Februar 2016

Schamlos - Keine Kontrolle

Heute fand sich in einem Artikel über die Insolvenz von German Pellets in Wismar der bezeichnende Satz:
Die IG Metall ist bislang bei German Pellets in Wismar kaum vertreten, einen Betriebsrat gibt es nicht.
Laut Grundgesetz ist Eigentum gesellschaftlich verpflichtend und nicht nur gut für die Profitmaximierung. Die Firma scheint ein Musterbeispiel für den Honeckerschen Satz: "Aus unseren Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen", hier aber nicht für die Gesellschaft, ohne sozialen Gedanken, nur für die eigene Tasche.
Die Eigentümer und Geschäftsführenden haben sich bedient:
Laut „Handelsblatt“ fand die vorläufige Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde in den Kassen des Unternehmens gerade noch 5000 Euro vor.
Natürlich stellt sich sofort die Frage nach den vom Land in den Sand gekippten Subventionen. Wieviel Geld ist aus Schwerin nach Wismar geflossen? Besteht eine Chance, es zurückzubekommen? Immerhin hatte die hölzerne Heuschrecke alles ihren Anlegern zu verdanken, wohin das Geld vernutlich längst gegangen ist.

Vermutlich stellt sich auch in diesem Falle heraus, dass die millionenschwere Förderung einzelner Reicher mehr kostet als alle Empfänger von Transferleistungen zusammen bekommen.

Was haben wir nun schon? CDs, Schiffe, Sommerskivergnügungspaläste, Kaviar... und nun auch:

Pellets.

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