Montag, 15. Februar 2016

Frauen sind die besseren Studierenden

Einer kleinen Anfrage der Grünen zufolge, die heute in einem Artikel der OZ wiedergegeben wurde, sind die weiblichen Studierenden an den Hochschulen des Landes die besseren Studierenden. Keine Studienabbrüche, keine Scheinstudien, keine Langzeitstudierenden - einfach in allen Bereichen! Wenn man dann noch hinzurechnet, dass (aufgrund anderer Zahlen an anderer Stelle) die erzielten Noten der weiblichen Studierenden auch noch um Klassen besser sind, sollte man aufgrund der statistischen Ergebnisse keine Männer mehr zum Studium zulassen, denn, wie Johannes Saalfeld von den Grünen sagte: „Das ist alarmierend, hier werden Unmengen an Geldern verbrannt“.

In dem Artikel heißt es bereits in der Überschrift über die männlichen Studierenden:

Mehrheit der Studenten im Land verlässt Unis ohne Abschluss

Die richtige Konsequenz daraus, nämlich die männlichen Studierenden auszusieben, werde laut Kultusminister Brodkorb bereits bald gezogen:
Minister Brodkorb denkt über Eignungsprüfungen für Lehramts-Kandidaten nach
Genau! Frauen brauchen nicht per Eignungsprüfung zum Studium zugelassen zu werden, denn sie sind effektiver als ihre männlichen Kolleginnen. Der Artikel stellt fest:
Jedes Jahr verlassen bis zu 5000 Studenten die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern ohne Abschluss.
Die Männer kosten nur Geld durch angefangene Studien, danach hauen sie einfach ab. Das muss gestoppt werden!

Am schlimmsten sind die männlichen Bachelor-Studierenden:
Bei den Bachelor-Studiengängen der Universitäten Rostock und Greifswald gibt es sogar mehr Abbrecher als Absolventen: Von 1951 Studenten, die von Februar 2014 bis Februar 2015 exmatrikuliert wurden, verließen nur 444 — nicht einmal jeder Vierte — die Hochschule mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche. [...] 240 Uni-Bachelor-Studenten — jeder Achte — wechselten an eine andere Hochschule.
Weibliche Studierende machen keinen solchen Quatsch (oder es liegen über sie keine Zahlen vor). Sie studieren eifrig und mit besseren Noten bis zum Studienabschluss.

Die Brodkorbsche Reaktion ist die übliche, denn ohne jeden Zweifel hat der Minister, auch unabhängig von irgendwelchen Zahlen, per se immer Recht:
Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) bezweifelt dagegen die Aussagekraft der Zahlen, die sein Haus herausgegeben hat.
Die männlichen Abbrecher müssen sich aber ab jetzt trotzdem warm anziehen, denn (ohne dass ihre weiblichen Überfliegenden davon betroffen werden), sollen die oben genannten Tests "für den Beruf ungeeignete Bewerber vom Studium abhalten."

Recht so! Weg mit den unfähigen Männern, überlasst den weiblichen Studierenden, die offenbar in allen Belangen überlegen sind, endlich allein das Feld! Nur so kann Frau Polzin die Schwarze Null des Landeshaushalts halten...

Aber keine Sorge - die ganzen nicht studierfähigen Männer werden aufgefangen:
Die Wirtschaft wirbt indes um Studienabbrecher, um die 1400 Ausbildungsplätze zu besetzen, die im vergangenen Herbst unbesetzt geblieben sind. „Besser ein engagierter Florist als ein arbeitsloser Jurist“, sagt Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer Rostock.
Und die Frauen können derweil in Ruhe zuende studieren.


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