Freitag, 8. Januar 2016

Neues Geschäftsfeld für die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald +update+

Dass die Universität Greifswald viel Land besitzt, wissen wir. Dass die Einkünfte daraus für eine Universität in heutigen Zeiten nicht ausreichen, wissen wir auch. Neu ist allerdings, wie die Universität jetzt offenbar die Lücke auffüllt: Sie ist ins Kreditgeschäft eingestiegen.

Der heutigen OZ zufolge sieht die Universität Verdienstmöglichkeiten in der Kreditvergabe für das Baugewerbe:
Bis zu 16 Millionen Euro sind allein für dieses Gebäude veranschlagt. Diese Summe gibt die Universität zunächst als Kredit. 
Dies schreibt der selbsternannte Universitätsreporter Eckhard Oberdörfer nach Angaben des Vizekanzlers Peter Rief. Ich bin gespannt, was die Bankenaufsicht und sonstige für Geldverleihgenehmigungen zuständige Stellen dazu sagen... Außerdem: Wer gibt da wem einen Kredit?

Oder ist es wie immer: Halbverstandenes wird zu einem Viertel und bis zur Unverständlichkeit entstellt in einen Artikel gepackt?

Offenbar ist der didaktische Ansatz, dass nach der Lektüre dergleichen Artikel das eigentliche Fragen erst beginnen soll!


Update

Schade, man kann doch keine Kredite von der Uni bekommen...

Es verhält sich nach Rücksprache folgendermaßen:


"Da aus dem sog. Standortbezogenen Hochschulbaukorridor der Uni Greifswald
die Sanierung der Inneren Medizin frühestens ab 2021 möglich wäre, wir den
Campus Loefflerstraße aber möglichst schnell komplett fertiggestellt wissen
wollen, haben wir uns in der Zielvereinbarung gegenüber dem Land
verpflichtet, die Baumaßnahme aus Mitteln des Körperschaftshaushaltes unter
der Maßgabe vorzufinanzieren, dass das Land uns die Baukosten ab 2021
zurückerstattet"

Kredite gibt die Uni also gar nicht, bestenfalls "Vorfinanzierungen". Und das auch nur in Hinsicht auf das Land.
 



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