Freitag, 18. Dezember 2015

Lüge, glatte Lüge!

Nein, nein - ich möchte nicht irgendwelche Stimmen zur "Lügenpresse" um eine weitere mehren. Nein.

Es geht mir um die Aussage des Bahnchefs Grube, die er nicht nur in der OZ, sondern mindestens seit den Fernsehnachrichten gestern in jedem erreichbaren Medium verbreiten lässt:

Die Bahn verspricht: Pünktlicher, verlässlicher und komfortabler

Konzern will mit Zukunftsprogramm aus der Defensive

Aber da wir ja hier in der Wüste schon eine Autobahn hingebaut bekommen haben, wie können wir da noch einen funktionierenden öffentlichen Persondenverkehr verlangen (soweit Ex-Bahnchef Mehdorn)!

Deswegen stimmt das, was Grube für den Rest der Republik behauptet, für Mecklenburg-Vorpommernnur zum Teil:

Bahnkunden müssen seit dem Fahrplanwechsel am Wochenende trotz teils längerer Fahrzeiten tiefer in die Tasche greifen. Die Preise im Nahverkehr sind um durchschnittlich zwei Prozent angehoben worden. Nach Angaben eines Bahnsprechers in Berlin kostet die Fahrt von Schwerin nach Hamburg jetzt 26 Euro und damit 50 Cent mehr als bisher. Gleichzeitig dauert die Fahrt in der Regel 15 Minuten länger als vor dem Fahrplanwechsel. (Hervorhebung vom Autor)

Unser Regierungs-Bariton ("Ich habe jetzt verstanden, dass...") musste bereits reagieren:

Die angespannte Situation auf Bahnhöfen in MV dürfte sich so bald nicht entschärfen. Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) kündigte gestern an, die Landesregierung werde ein Gutachten dazu in Auftrag geben, ob und wie die langen Wartezeiten nach der Fahrplanumstellung vor allem auf der Strecke Schwerin — Hamburg durch Sonderzüge verkürzt werden können. Dies gelte vor allem für die Zeit des Berufsverkehrs.

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