Montag, 19. Oktober 2015

Anklamer Modell +update+

Nachdem unser Kultusminister die Gesellschafter der Theater des östlichen Landesteiles per Erpressung dazu gebracht hat, die Leistungsvereinbarung Theater zu unterschreiben und damit die Stadttheater zu Grabe zu tragen (auch die bereits in vorauseilendem Gehorsam fusionierten!), kommt jetzt ein neues Ding aus dem ministeriellen Hut, um "frischen Wind" (Intendant Dirk Löschner) an den Bühnen tunlichst zu vermeiden: Wie die Landesbühne Anklam davon profitiert, dass sie ihre eigenen Schauspielenden produziert und schon während der Ausbildung einsetzt, soll es jetzt auch eine Schmiede für Jungschauspielende geben (Arbeitstitel: Schauspielakademie), deren Output vermutlich die übrigen Schauspielenden an den erwürgten Theatern nach und nach als Billiglöhner ersetzen sollen. Noch dazu können sie ja, wie in Anklam, schon als Studis an den Bühnen spielen, weil Spiel- und Ausbildungspläne nach Vorstellung von Intendant Kümmritz synchronisiert werden...

Nach der Erdrosselung der Stadttheater geht es jetzt den Ensembles an den Kragen.

Tut unsrer Kultusminister gelegentlich auch etwas für die Kultur, oder ist er weiterhin der Vollstreckungsbeamte für seine Kabinettskollegin Polzin?

Zudem sollen die minisdteriell totgebeutelten Theater auch noch ein gerüttelt Maß der Kosten tragen, um jegliche Erfahrung aus ihren eigenen Ensembles zu verdrängen.

Sehr geehrter Herr Minister: Kommen wir so wirkllich zu nachhaltigen Finanzstrukturen der Theater "unter Erhalt der Qualität"?

Und noch: Die Besetzung der Akademieleitung stinkt zum Himmel, ist aber kabinettstypisch!

Update:

Auch die Gewerkschaft findet das nicht so gut.



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