Dienstag, 30. Juni 2015

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Das Bundesbauministerium gab bekannt, dass eine sogenannte "Reformkommission" ihre Arbeit beendet habe und einen Bericht veröffentlichen werde hinsichtlich der üblicherweise rahmensprengenden Kosten für öffentliche Bauten (in Greifswald: Technisches Rathaus, Schulen, bald: Theatersanierung...). An dieser Stelle zusammengefasst das Ergebnis der Arbeit der "Reformkommission; dort hoffentlich bald auch der Abschlussbericht als PDF.

Am 29.06.2015 hat die Reformkommission ihren Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Verwaltung vorgelegt.
Ausgangspunkt der Empfehlungen ist die Erkenntnis, dass es keinen Alleinverantwortlichen für die Fehlentwicklung bei Großprojekten gibt. Die Komplexität von Großprojekten erfordert einen kompetenten und leistungsstarken Bauherren, eine intensive Planung unter Nutzung digitaler Möglichkeiten, einen ehrlichen und fundierten Umgang mit Zeit, Kosten und Risiken, klare Anreize für alle Beteiligten zur Erreichung der gleichen Ziele und eine offene Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern. Von der Bedarfsplanung bis zur Nutzung ist ein partnerschaftliches Zusammenwirken der Bauherren, der Planer, der Bauunternehmer, der Berater und der Nutzer notwendig.
Um Großprojekte in Zukunft erfolgreicher zu gestalten, fordert die Reformkommission deshalb von allen Projektbeteiligten bei der Planung und Realisierung von Großprojekten einen grundlegenden Kulturwandel und gibt folgende zehn Kernhandlungsempfehlungen:
  1. Kooperatives Planen im Team
  2. Erst planen, dann bauen
  3. Risikomanagement und Erfassung von Risiken im Haushalt
  4. Vergabe an den Wirtschaftlichsten, nicht den Billigsten
  5. Partnerschaftliche Projektzusammenarbeit
  6. Außergerichtliche Streitbeilegung
  7. Verbindliche Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
  8. Klare Prozesse und Zuständigkeiten/Kompetenzzentren
  9. Stärkere Transparenz und Kontrolle
  10. Nutzung digitaler Methoden – Building Information Modeling (BIM)

Vielleicht sollten wir in der Bürgerschaft einmal eine aktuelle Stunde zu den städtischen Großbauprojekten durchführen.


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