Dienstag, 14. April 2015

Die gestrige Bürgerschaft zum Theater

Abgesehen davon, dass trotz meiner Bitte die Nachricht, dass der von Methling geschasste Rostocker Theaterintendant Sewan Latchinian von der Rostocker Bürgerschaft (leider unter der Bedingung einer Abmahnung, worauf SPD und Grüne (!) bestanden haben) wieder eingestellt worden sei, die gestrige Bürgerschaft nicht erreichte - da es sich um einen Kraftakt der Rostocker Bürgerschaft handelte, wäre es zur Aufpäppelung der Angsthäs_innen der hiesigen Bürgerschaft sicherlich ein Stärkungsmittel gewesen -, ist die Entscheidung für die Fusion gefallen.

Der "Kompromiss"-Beschlussvorschlag ist hier zu finden. Punkt (1) der Vorlage behandelt in aller Ausführlichkeit, was bei den Verhandlungen in Schwerin durch den Gesellschafter beachtet werden soll. Gleichzeitig soll der OB, und das steht irgendwo hinten als Punkt (2), das Städtetheatermodell als mögliche Alternative und Plan B nach Scheitern der Verhandlungen mit Brodkorb prüfen. Ein echter Kompromiss - wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass! Natürlich werden die Verhandlungen mit Schwerin nicht scheitern, da Brodkorb das nicht will. Und die Greifswalder Bürgerschaft ist halt nicht die Rostocker (s. o.).

Im zuständigen Fachausschuss war von diesem Kompromiss noch nichts zu sehen, wie überhaupt gestern viele Beschlüsse unabhängig von den Voten der Fachausschüsse gefasst wurden. Mein Eindruck: Man kann das mit den Fachausschüssen auch sein lassen, da viel Arbeit für den Papierkorb dabei ist, die durch solche "Kompromiss"-Beschlüsse ad absurdum geführt wird. Die Diskussion und die Ergebnisse im Fachausschuss haben gestern keinerlei Rolle gespielt.

Aber immerhin: Es gibt den zweiteiligen Beschluss. Es bleibt nichts anderes übrig, als immer wieder nachzuhaken - zynisch formuliert: wie denn nun der aktuelle Stand der Fusion sei...

Das Publikum spielte, wie auch schon bei allen Stimmen aus dem Kultusministerium, keine Rolle und wurde nicht gefragt. Entschieden haben gestern weitgehend diejenigen, die sowieso nicht ins Theater gehen. Es waren auch keine Theatersympathisanten unter den Besucher_innen in der Bürgerschaft. Haben wohl schon aufgegeben.


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