Dienstag, 24. März 2015

Maßstäbe

Wir sollten uns vergegenwärtigen, dass es zum Beispiel in der gerade laufenden Diskussion um den Erhalt der Theater- und Orchesterstruktur um (auf das Theater Vorpommern bezogen) ca. 0,2 Mio Euro Landesmittel geht, gegen deren Einsatz sich Polzin-Maske Brodkorb gerade mit erpresserischen Mitteln wehrt.

Vergleichen wir das einmal mit der ungeheuren Schlamperei, die in der heutigen OZ nachzulesen ist, sind das nicht nur Peanuts, sondern sogar nur Erdnuss-Keime! Denn das, was heute in der Zeitung steht, ist ja nur ein kleiner Teil dessen, worum es geht; insgesamt hat das Land einen dreistelligen Millionenbetrag verschlampt, versenkt, verbrannt - oder wie immer man es nennen will.

Und wofür? Für nix.

Wir möchten davon einen nicht einmal mehr in Promille zu messenden Betrag haben, um weiter so in das Theater gehen zu können, wie es bisher möglich war.

Mehr nicht.

Beispiel eins: Im Dezember 2009 bewilligte der Landtag einen Kredit für P+S in Höhe von 20 Millionen Euro. Ein Darlehen über 28 Millionen Euro hatte man sogar schon im Oktober ausgezahlt.
Anfang Januar 2010 gab Polzins damaliger Staatssekretär Jost Mediger zu Protokoll, KPMG habe vergessen, 100 Millionen Euro an Zinsen und Gebühren zu berechnen. [...]
Beispiel vier: Freigabe der Bargeldreserve wenige Tage vor der Landtagswahl im August 2011. CDU-Obmann Wolfgang Waldmüller wollte wissen, ob das etwas mit dem Wahltermin zu tun gehabt habe. Antwort Polzin: Nein. Sie wäre nie auf die Idee einer drohenden Insolvenz gekommen. Es sei um einen „Liquiditätsengpass“ gegangen. Den Unterschied zwischen „insolvent“ und „illiquide“ erklärte die Ministerin nicht.


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