Freitag, 17. Oktober 2014

Schmierentheater

Der heimatverbundene Pommern-Blog hat sich wieder einmal gerührt:

[...]

Donnerstagabend in Greifswald: Der Sozialausschuss der Bürgerschaft tagt. Auf dem Programm steht unter anderem der „Kultur- und Sozialpass“, kurz KuS genannt. [...] In der Diskussion wird schließlich von einer Teilnehmerin vorgeschlagen, den „Kinder-Mittags-Tisch“ aus Mitteln des Kultur- und Sozialpasses zu finanzieren. Ein sachkundiger Einwohner erwidert daraufhin scherzhaft, dann bekämen die Kinder „KuS-KuS“. Das harmlose Wortspiel bringt alle Ausschussmitglieder zum Lachen. Fast alle. Nur Ibrahim Al Najjar von der SPD kann nicht lachen. Was keiner ahnt, hat er sofort durchschaut: Hinter diesem Scherz muss ein ausländerfeindlicher Angriff stecken. Diese Chance will sich Herr Al Najjar nicht entgehen lassen. Mutig stürzt er sich in die Opferrolle, zeigt extreme Betroffenheit und erläutert die Bedeutung von Couscous als Grundnahrungsmittel der Armen. Einen vorläufigen Höhepunkt findet die Inszenierung in Al Najjars Forderung nach einer öffentlichen Entschuldigung. Dem Erstaunen der Ausschussmitglieder folgt Sprachlosigkeit, als sich der Betroffene tatsächlich entschuldigt. Das wiederum zaubert prompt ein siegreiches Lächeln auf das Gesicht von Ibrahim Al Najjar. Aber dieser Bußgang genügt ihm nicht. [...]
Wer bei Couscous an Ausländerfeindlichkeit denkt, der ist an keiner ernsthaften politischen Zusammenarbeit interessiert. Mit Ihrem Schmierentheater schüren Sie billige Ressentiments gegen Ausländer und konterkarieren unsere Bemühungen um Integration. Auf diese Weise gießen Sie Öl in das Feuer ausländerfeindlicher Parteien.

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