Donnerstag, 2. Oktober 2014

Es ist Zeit, dazu zu lernen!

Aktuelle Agrarpolitik und der Weltagrarbericht

Vortrag und Diskussion: 15.10.2014, 19.00h im St. Spiritus
Workshop: 16.10.2014, 9.00-13.00h in der Kabutze (mit Anmeldung)

mit Benedikt Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft

In den Jahren 2003 bis 2008 entstand der bis heute aktuelle Weltagrarbericht. Über 500 Wissenschaftler_innen aus der ganzen Welt trugen landwirtschaftliches Wissen zusammen, um eine gerechte und nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Der Bericht offenbart eine klare Kritik an industrialisierter Landwirtschaft, der starken Abhängigkeit vom Öl, Gentechnik und dem Welthandel mit Agrargütern. Er warnt vor der zunehmenden Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie z.B. der Böden und auch der Menschen auf dem Land. Die Zukunft sieht er in kleinbäuerlichen Betrieben.

Benedikt Haerlin vertrat die Nichtregierungsorganisationen der Europäischen und Nordamerikanischen Staaten im Aufsichtsrat zum Weltagrarbericht.

Der Vortrag wird einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse des Weltagrarberichtes geben. Gleichzeitig wird er die Tendenzen in der derzeitigen Europäischen Agrarpolitik aufzeigen und beides miteinander in Beziehung setzen. Das betrifft auch M-V: Wo geht es derzeit hin mit der hiesigen Landwirtschaft und was wäre notwendig?

Im Workshop werden zum einen die Inhalte vertieft. Darüber hinaus soll fünf Jahre nach der Veröffentlichung eine Bilanz gezogen werden: Welche Veränderungen wurden durch den Weltagrarbericht angestoßen? Es wird diskutiert: Welche Wirkmacht kann ein solcher internationaler Prozess entfalten und an welche Grenzen stößt er? An die vielfältigen Erfahrungen des Referenten anknüpfend wollen wir Möglichkeiten diskutieren, die der Zivilgesellschaft bleiben, um mit Hilfe des im Weltagrarbericht zusammen getragenen Wissen etwas zu bewegen.

Weiteres zum Referenten:
Benedikt Haerlin gehörte seit 1977 zu den Herausgebern der Zeitschrift "radikal", war Mitbegründer des Netzwerks Selbsthilfe und des "Gen-ethischen Netzwerks". Später schrieb er für die Taz und saß in den 80er Jahren für die "Regenbogenfraktion" im Europaparlament. Er leitete die ersten Kampagnen gegen Gentechnik von Greenpeace und arbeitet heute bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft für die Kampagne "Save our Seeds".

Kontakt und Anmeldung:
verquer.
Katriona Dannenberg
03834 / 7737881
info@bildung-verquer.de
bildung-verquer.de

Eine Veranstaltung von verquer im Kultur- und Initiativenhaus Greifswald e.V. mit finanzieller Unterstützung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE), der Stiftung Nord - Süd - Brücken, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Programm FEB), des Landes Mecklenburg - Vorpommern, dem Katholischen Fonds, dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der Nordkirche (KED) und der Heidehofstiftung. 

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