Freitag, 18. Juli 2014

Autofahrende: „Fahrlässige Unachtsamkeit, Ignoranz oder böswilliger Versuch des Hinterherfahrens“ - Update

Pollerposse hin oder her - abgesehen davon, dass die Stadt Greifswald die Pollerkohle lieber in die Schul- oder Theatersanierung, Straßen- und Radwegebau oder die Umgestaltung der Europakreuzung stecken und die Wiecker Brücke für den Autoverkehr sperren sollte, macht die Tatsache, dass es seit Einbau des superneuen Superpollers bereits sechs (in Zahlen: 6!) gerammte Autos gegeben hat, eines deutlich: Gegen Autofahrende helfen nur Gusseisen, Waschbeton - und Edelstahl.

Dies war bereits der sechste Unfall seit dem Einbau des Superpollers im Januar, erklärte Stadtsprecherin Andrea Reimann auf Anfrage.

Was interessieren die Autofahrende Schilder, was interessieren Autofahrende rote Ampeln? Sie sind nur mit brachialer Gewalt zum Stehen zu bringen.

Wann endlich wird die Brücke für den Autoverkehr gesperrt? Wann endlich begreifen Autofahrende, dass sie keine Lösung des Mobilitätsproblems sind, sondern das Problem selbst?

Der Fahrer aus dem Landkreis Oberallgäu ignorierte die rote Ampel und versuchte es offenbar mit dem alten Trick, einem vorfahrenden Auto über die Brücke zu folgen

heißt es im OZ-Artikel weiter. Wenn dieses Vorgehen doch offenbar System hat, dann kann man es auch ändern!

Für die Schäden am Poller will die Stadt unter Umständen Schadensersatz haben. Zudem dränge sich laut Reimann „der Verdacht eines versuchten abgabenrechtlichen Straftatbestandes“ auf, da das Queren nur mit Sondernutzungserlaubnis gestattet ist und Geld kostet. Die Stadt werde den Fahrer anzeigen. Die Polizei hat außerdem einen Verstoß wegen Überfahren des Rotlichts festgestellt. [...] Aber warum geschehen trotz des ausgeklügelten Systems aus Schildern, Ampel, Bodensensorik und Kameraüberwachung immer noch so viele Vorfälle an der Brücke? „Fahrlässige Unachtsamkeit, Ignoranz oder böswilliger Versuch des Hinterherfahrens“, zählt Reimann drei Möglichkeiten auf. 

Letzterem ist eigentlich nichts hinzuzufügen...

... bis auf ein Update: Beleg im Nordkurier



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