Freitag, 20. Juni 2014

Vom Umgang mit rechten Wählergemeinschaften, leider!

Der Nordkurier berichtet heute (nicht online) unter der Überschrift "Rechte im Parlament: Wie wollen die Torgelower damit umgehen?", dass in der Torgelower Stadtvertretung erstmals Vertreter [Alternative für Torgelow] sitzen, die der rechten Szene zugerechnet werden.
So weit nichts Neues, eigentlich. Neu ist aber der Umgang, den Torgelows Bürgermeister Gottschalk, gleichzeitig Kreistagsmitglied der "Kompetenz für Vorpommern", mit den Rechten pflegen will.
Er will mit diesen neuen Stadtvertretern offensiv umgehen, heißt es beim Nordkurier.
Nun gut, könnten wir wohlwollend sagen, ein offensiver Umgang mit Nazis ist doch grundsätzlich zu begrüßen, wäre es nicht Gottschalk, der sich äußert. Er ist schon einmal mit seinem sachlichen und entspannten Umgang mit Nazis aufgefallen. In der Kreistagssitzung vom 20.12.2011 ist er einfach mal und ohne Not an deren Tisch getreten, hat alle mit Handschlag begrüßt und ein paar nette Worte mit den NPD-Vertretern gewechselt.
Und tatsächlich sieht der Umgang für Gottschalk so aus: Er sei dafür, sich das Auftreten der beiden AFT-Kandidaten vielleicht erst einmal ein halbes Jahr anzuschauen: "Die Frage ist ja auch, ob man im Interesse der Stadt einen gemeinsamen Weg finden kann." (Nordkurier vom 20.06.14). Das erinnert uns doch stark daran, dass durch solche Reden Nazis salonfähig gemacht werden. Gottschalk ist leider nicht der Einzige, der so denkt, siehe hier.
Gottschalk blendet aber auch die Realität völlig aus (oder er ist schlicht überfordert mit der Situation), wenn er weiter laut Nordkurier erklärt: "Alle sagen, die beiden gehören der rechten Szene an. Aber es gibt keine Beweise, dass es so ist."
Wie heißt es auf einer Internetseite der Nazis: "Bei den Stadtratswahlen erreichten die NPD-nahen Wählervereinigungen “Alternative für Torgelow” 8,7 Prozent, die “Wählergemeinschaft Strasburg” 15,0 Prozent und “Wir von hier” 14,1 Prozent. Letztere wurde damit drittstärkste Kraft in Ueckermünde."
Die Nazi-Nähe der "Alternative für Torgelow" beschreibt auch der Nordkurier, den Gottschalk wohl nicht liest.

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