Samstag, 17. Mai 2014

Unser Thema: Stadtentwicklung


Wer die jüngste Geschichte Greifswalds in erster Linie anhand größerer Bauvorhaben und Investitionen verfolgt, kommt irgendwann zu dem Schluss: Offensichtlich hatten sie keinen Plan.
Müßig ist es, darüber zu spekulieren, woran das liegt. Wenn der Investor das Blaue vom Himmel verspricht, nicht den Verstand zu verlieren, könnte ein Ziel für die Zukunft sein. Und irgendwie haut das mit Diskussion und Beteiligung, bevor es zu spät ist, ja auch nie hin.
Wir werden uns jedenfalls unseren kritischen Blick nicht in irgendwelchen „Kungelrunden“ abhandeln lassen. Konsens um jeden Preis kann nicht das Ziel bei der Aufstellung eines Haushalts sein. Zu oft wurde in der Vergangenheit Sinnvolles irgendwelchem Unsinn geopfert. Der Klassiker ist die regelmäßige Umverteilung von Verbesserungen für den Radverkehr zu Gunsten des Autoverkehrs. Kann man ja auch mal mit Nein stimmen, wir werden das jedenfalls so halten.
Im Gegenzug wollen wir alle Menschen und Gruppierungen, die irgendwelche Ideen zur Stadtentwicklung beizusteuern haben, mit gleichem Maß messen. Wer wie die Initiative zur Sanierung des Hauses in der Stralsunder Straße 10 mit einem überaus detaillierten Konzept glänzt, muss sich schon wundern, weswegen bei manchem Lieblingsinvestor bestimmter Verwaltungsabteilungen nie so genau hingeschaut wurde. Wir möchten auch da gerne mal genauer hinschauen.
Und wenn es dann mal einen Plan gibt, der unter weitreichender Beteiligung in einem konstruktiven Prozess erarbeitet worden war, dann möchten wir uns auch daran halten. Wenn die Pläne, die wir haben, Radverkehrsplan und Klimaschutzkonzept, ständig in Frage gestellt oder auf die lange Bank geschoben werden, dann ist das nicht nur schädlich für Stadtentwicklung und Klima, sondern auch für die politische Kultur.
 

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