Samstag, 3. Mai 2014

Aufgehübschte Braut - ganz hässlich...

Die Bahn sollte an die Börse. Wurde nix draus. Aber die Vorbereitungen liefen und konnten nicht mehr gestoppt werden - vielleicht wollte sie ja auch keiner stoppen!

Man spricht immer so gern vom "Kerngeschäft", wenn es um das "Gesundschrumpfen" geht, sprich: zugunsten der Aktionäre werden Leute entlassen. Oder zugunsten der Dividende werden Dienstleistungen "outgesourced". Eigentlich sollte dann nur noch der "Kern" übrigbleiben.

Was ist der Kern des Bahnfahrens? Die Gleise, die Bahnhöfe, die Züge - und die Zugführenden und das Zugpersonal. Denkt man. Denkste!

Auf zahlreichen Strecken hat die Bahn Teile des "Kerns" outgesourced, z. B. das gesamte Zugpersonal für die Strecken Bad Doberan-Rostock-Graal-Müritz sowie Wismar-Rostock-Tessin. 51 Leute, die, als Angehörige eines Subunternehmers, der schlechter bezahlt, unter dem Flächentarif für Eisenbahnangehörige entlohnt wurden.

Diese Menschen wollen jetzt, entgegen dem Ziel der outsourcenden Bahn, ebensoviel für dieselbe Arbeit verdienen wir ihre bei der Bahn angestellten Kolleg_innen.

Ist das ein unangemessenes Verlangen? Jedenfalls - so ist es der Zeitung zu entnehmen - soll ihnen gekündigt werden: Das Normale ist zu teuer!



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