Donnerstag, 19. Oktober 2017

Arndt-Debatte

Heute morgen gab es im DLF eine Reportage über eine CDU-Parteiversammlung nach dem historisch schlechten Abschneiden in der Bundestagswahl mit weniger Prozentpunkten, als die AfD bekommen hat.

Als hätte die Autorin der Reportage über die Arndt-Debatte in Greifswald und die Befürwortenden des Namenspatronats geschrieben, spricht sie von "emotional immer noch am Transformationsprozess" arbeitenden Menschen und der "Ent-Heimatung".

Im Zusammenhang heißt es dort:
Vor allem die Frage der sozialen Gerechtigkeit in einer Migrationsgesellschaft gilt als Reizthema in den ostdeutschen Bundesländern, die emotional immer noch am Transformationsprozess zu tragen haben [...]. Die sogenannte Ent-Heimatung sei eine nicht zu unterschätzende Besonderheit, die in einer Wahlanalyse zu berücksichtigen sei, sagt der Politologe Patzelt und führt an:
"Dass man seine Heimat verlieren kann, ohne sich auch nur 100 Meter von seinem Wohnort zu entfernen, das ist eine ostdeutsche Erfahrung für sehr viele. Die Beheimatung in der DDR, in der vertrauten Umwelt, weg! Obwohl er sich nicht wegbewegt hat. Es kam das westdeutsche System, es kamen Wessis, alles musste westdeutschen Denkweisen entsprechen und viele fühlen sich nicht mehr zuhause. Früher haben sie ihr Kreuz bei der PDS gemacht."
Über die Tatsache, dass die Arndt-Debatte neben den "Ent-Heimateten" und dem Konservativen Kreis in der CDU von AfD, Identitärer Bewegung und Nazis getragen wird, wollen wir hier mal nicht sprechen. Das ist eine andere Baustelle.
Ausschnitt aus einem Foto von Peter Binder in der heutigen OZ

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