Dienstag, 29. November 2016

Falsche Tonne

Der Kreistag hat's abgenickt, die Unternehmen setzten es jetzt um: Die Müllabfuhr wird, auch in Greifswald, neu geregelt.

Mal abgesehen davon, dass es immer etwas zu jammern gibt, wenn sich was ändert, macht sich auch eine andere Politik deutlich:
In Greifswald gibt es aktuell 180 Biotonnen. „Es wurde zwar eine Servicegebühr für die Abholung erhoben, aber nicht für die Übergabe an die Kompostieranlage. Das ändert sich“, sagt Hoth. Zur Zahlung der deutlich höheren Kosten waren aber nur 60 Bio-Tonnen-Besitzer bereit. „Bei einem so geringen Interesse funktioniert das wirtschaftlich nicht“, sagt Hoth. Deswegen wird die Bio-Tonne zum Jahresende abgeschafft. „Die Tonnen werden nach der letzten Entleerung eingesammelt“, sagt Hoth.
Sämtliche Bewohnenden des Hauses, in dem ich wohne, haben es nicht geschafft, den Restmüllbehälter voll zu bekommen - strenge Mülltrennung sorgte dafür, dass z. B. kompostierbare Abfälle in der Biotonne landeten, die auch immer knackevoll war zu Abholung.

All dieser Müll geht jetzt wieder in die Restabfalltonnen, wo er definitiv nicht hingehört, und wird verbrannt.

Wie kann man so etwas im 21. Jahrhundert machen?


Kommentare:

  1. Mein Warten hat also ein Ende. Wir wünschen uns seit Jahren eine Biotonne und bekommen keine, weil sie so teuer ist. Manchmal frage ich mich, was so anders ist an Greifswald, dass so etwas überhaupt Thema ist. Ich plädiere für einen zentralen Kompost auf dem Markt. Und für Einzelhaushalte die Bereitstellung von Regenwurmkisten.

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  2. Siehe dazu auch: http://blog.gruene-vorpommern-greifswald.de/2015/10/04/entsorgungskonzept-muss-transparent-rechtssicher-und-verbraucherfreundlich-sein/ - insbesondere die beiden Kommentare darunter

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