Freitag, 9. September 2016

Nichts Neues

Heute hat der Hochleistungsjournalist eob mal wieder tief in die Mottenkiste seiner Textbausteine gegriffen, nichts gelesen und nicht nachgedacht und ist daher auch zu einem nur mäßigen Ergebnis (vermutlich würde er selbst es "Artikel" nennen) gelangt. Zudem noch feige - er versteckt seine Invektive hinter dem unpersönlichen "man" und dem Konjunktiv und eifert darin einem Vorbild (das gerade zum Mitglied eines Fraktionsvorsitzes in Schwerin aufgestiegen ist) nach, das sich mit dem äußersten Rand des gerade noch Legalen exzellent auskennt und juristisch nicht angreifbar ist. Allerdings reicht er diesem Vorbild bestenfalls bis zum Knie.

Hier das, was der Hochleistungsjournalist zum Anlass seines "Artikels" genommen hat, nämlich die Pressemitteilung von Gregor Kochhan, Michael Steiger und mir. Wir verweisen besonders auf den letzten Satz, auf den wir ziemlichen Wert legen (ob so viel Wertschätzung und Rücksichtnahme auch von den Grünen zu erwarten ist?):



Austritt
Wir, Gregor Kochhan, Ulrich Rose und Michael Steiger, sind aus der Partei Bündnis 90/Die Grünen ausgetreten.
Zu den Gründen:
Dass der grüne Kreisverband Vorpommern-Greifswald Menschen nicht aufgenommen und verdrängt hat, deren Nasen ihm nicht passten und dabei Falschbehauptungen und Lügen benutzte, deren Verwendung ihm gerichtlich untersagt wurde, ist nebensächlich.
Politisch sind wir enttäuscht, weil der Kreisverband nicht mehr in Erscheinung tritt. Er zeigt sich als kostenlose Hilfstruppe zum Aufhängen von Kopfplakaten. Seinen Auftrag, zur politischen Willensbildung beizutragen, nimmt der Kreisverband nicht wahr. Als politische Größe ist auch der Landesverband nicht existent. Inhalte und Programme in der grünen Arbeit vor Ort sind nicht mehr auszumachen. Wir werden uns daher an einzelnen Initiativen orientieren; ein Vorgehen, mit dem wir in der jüngsten Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass es in Greifswald und Umgebung viele Menschen gibt, die aktiv unsere Region verändern wollen. Wir möchten mit diesen Menschen diskutieren und streiten. Wir werden in Zukunft diese Gruppen mit unserer Kraft und unserem Wissen unterstützen. Wir werden weiterhin ein unbequemer, lebensfroher Teil unserer Gesellschaft sein. Dafür brauchen wir kein Parteibuch.
Die Entwicklung auf der grünen Bundesebene machte uns die Entscheidung leicht. Es ist einfacher, mit aktiven Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, ohne sich für Fehlgriffe grüner Prominenz rechtfertigen zu müssen. Wir stehen nach wie vor für eine soziale, pazifistische, basisdemokratische und ökologische Politik.
Andere Konstellationen, z.B. die Alternative Liste (AL), und Bündnisse mit politisch wirklich wachen und aktiven Menschen, z. B. das Bündnis "Greifswald für alle" und das Aktionsbündnis "Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!", bieten weitaus bessere Möglichkeiten politischer Aktivität auf kommunaler Ebene als der schweigende, funktionärsbestimmte Kreisverband Vorpommern-Greifswald von Bündnis 90/Die Grünen.
Unser Entschluss zum Austritt stand schon geraume Zeit fest. Wir haben damit aber bis nach den Landtagswahlen in MV gewartet, um keine ungewollten Turbulenzen auszulösen.


Um eobs Stil aufzugreifen: "Man vergleiche dies mit dem "Artikel" des Hochleistungsjournalisten".

Im "Artikel" von eob wird Tobias Linke mit der Bemerkung erwähnt, die Kritik an der - formulieren wir es wertschätzend - Zurückhaltung des Kreisverbandes in politischen Dingen sei „Herabwürdigung von Menschen“. Bevor er diese Worte anderen, z. B. uns gegenüber verwendet, sollte er zunächst in Gedenken seines Umgangs mit seinen Mitmenschen in den Spiegel schauen. Die ebenfalls erwähnte Beschwerde von Timo Pfarr, das Parteiausschlussverfahren sei so viel Arbeit gewesen, dass sie gar nicht mehr zur Politik gekommen seien, läßt tief blicken, was die Qualität der Grünen Vorstandsarbeit im KV betrifft. Ich erinnere daran: Der Kreisvorstand und einige Mitglieder sind innerparteilicher Diskussion aus dem Wege gegangen, indem sie ein Ausschlussverfahren angezettelt haben unter Verwendung von Behauptungen, die ihnen gerichtlich untersagt wurden. Wenn sich Timo Pfarr jetzt über die viele Arbeit beschwert, die das selbst initiierte Verfahren erzeugt hat und damit dann auch noch begründet, warum sie politisch über Jahre hinweg inaktiv gewesen seien, entbehrt dies nicht einer gewissen Komik.

Aber so sind sie halt.

Deswegen sind wir ja auch ausgetreten.


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