Donnerstag, 14. April 2016

Gutachterunwesen - *update*

Update

Die unten genannte, von der Landtagsfraktion beim Kassenwart des KV Vorpommern-Greifswald beauftragte Studie gerät inhaltlich in die Kritik. Der in der Studie genannte 65 Minuten dauernde Schulweg dauere laut Fahrplan ganze 18 Minuten, sagt der betroffene Landkreis Vorpommern-Rügen.
Die Studie nannte hier Wege von 135 der 645 Dörfer. Gar nicht berücksichtigt sei, dass es im Landkreis ab einem Schulweg von 2,5 Kilometern bis zur nächsten Bushaltestelle individuelle Beförderung für Schüler gebe. „Entweder sie fahren mit dem Taxi oder den Eltern werden die Kosten erstattet“, so Manzke. Er bedauert, dass der Verfasser der Studie vorher weder mit dem Landkreis noch mit dem beauftragten Busbetrieb gesprochen habe.
Dies ficht aber die Verfasser_innen und Benutzer_innen der Studie nicht an, vor allem, da sie die Ergebnisse einer zweiten (?) Studie auf die erste anwenden:
Ulrike Berger (Grüne) bleibt bei ihrer Einschätzung der Schulwege. Viele seien zu lang, die Belastung für Schüler hoch. Letzteres war Inhalt einer zweiten Studie, in der Kinder, Eltern und Lehrer befragt worden waren. Ergebnis: Lange Wege erhöhten die Belastung vieler Schüler.
Ansonsten gibt es nur Kommunikationsprobleme, grundsätzlich habe sie recht. Anlass zu Korrekturen gebe es nicht.
Bei der Auswertung der Studie zu Schulwegen habe es womöglich „Missverständnisse“ gegeben. Möglich sei auch, dass sich die Datenlage mittlerweile geändert habe, reagieren die Grünen. „Überprüfungen haben aber ergeben, dass diese den grundlegenden Befund nicht ändern.“


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Der OZ vom Samstag konnten wir entnehmen, dass kurz vor den Wahlen die Landtagsfraktion der Grünen ein Gutachten beauftragt (und damit vermutlich auch bezahlt), das vom Kassenwart des KV Vorpommern-Greifswald im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit an der Uni Greifswald erstellt wurde, und deren Ergebnisse die Direktkandidatin des KV Vorpommern-Greifswald, Ulrike Berger, jetzt im Rahmen des Wahlkampfes der Partei bekannt macht.


Parallel dazu beschwert sich in derselben Ausgabe der OZ Johannes Saalfeld über die Berateritis der Landesregierung.

Ich glaube, da fehlte die Abstimmung...

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