Freitag, 22. April 2016

Blanker Zynismus

Im Deutschlandfunk konnte man gestern ein Interview mit dem ehemaligen Chefvolkswirt von Audi, Helmut Becker, hören und es danach auch lesen. Ohne mit der berühmten Wimper zu zucken erklärte der Mann, dass VW genau das tue, was das Gesetz von dem Konzern verlange, aber auch nicht einen Deut mehr. In den USA werden Autos kostenlos repariert oder zurückgekauft, die Besitzenden bekommen eine Entschädigung in Höhe von 5000 Dollar. Da aber das deutsche Gesetzessystem und die Gerichtsbarkeit ganz anders (sprich: unternehmerfreundlicher) sind, gelte das für in Deutschland oder dem Resteuropa verkaufte Autos natürlich nicht. Was anderswo Recht ist, gilt noch lange nicht überall... Völlig ungerührt stellte Becker den Sachverhalt dar, und man darf sicher sein, dass der VW-Konzern (wie alle anderen Autokonzerne auch) ständig gegen Gesetze verstößt - willent- und absichtlich -, öffentlich wird das nur, wenn es geleaked wird oder irgendwann (beileibe natürlich nicht in Deutschland!) die Staatsanwaltschaft eingreift.

Dabei haben diese Nieten in Nadelstreifen, hochsubventioniert von der Bundesregierung, noch immer den Schuss nicht gehört.

Auf eine einfache Formel brachte es heute, ebenfalls im DLF, der Energie-Experte des DLF: Solange die deutschen Autobauer immer größere und schwerere Autos bauen, ist es klar, dass sie tricksen müssen um die Abgasnormen zu erfüllen. Betrug ist da ganz schnell geschehen.

Die Lösung für VW (und andere) liegt für alle Nicht-Betonköpfe auf der Hand...


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