Mittwoch, 9. Dezember 2015

War da nicht was... +update+

Staaten, die den IS unterstützen, sind böse. Zumindest ist das common sense in Europa, vor allem nach Paris. Handelsströme auszutrockenen ist fast noch wichtiger geworden als Flüchtlingsströme zu begrenzen, zu den eigentlichen Quellen zu gehen scheint effektiver als herumzusödern.

Aber das gilt nicht für alle, vor allem nicht für MV, das ja auch einen schwunghaften Handel mit dem Krimbesetzer und Ostukrainezerstörer Putin beteibt und deswegen auf den demokratisch gewählten Diktator nichts kommen lässt.

So ähnlich hält's MV (und mit ihm auch Frank Pubantz) mit den "Teufeln" in Saudi-Arabien. In gnadenloser Naivität berichtet die OZ vom "Außenhandel" des Landes mit Saudi-Arabien:

Saudis lieben Weizen aus MV

Der Wüstenstaat entwickelt sich zum Hauptabnehmer von Agrarprodukten. Das Handelsvolumen des Landes für 2015 liegt auf positivem Kurs.

Hurra!

Weniger nachgefragt sind Milcherzeugnisse, Backwaren, Ölfrüchte, Obst, Geflügel und Tabakerzeugnisse.

Schade.

Leider gibt es ja in MV keine Waffenfabrik; deren Exporte nach Saudi-Arabien und damit in die Hände des IS können hier nicht als "wirtschaftlicher Erfolg" aufgeführt werden.

Nun wissen wir auch endlich, wes' Brot der IS isst...



Update

Ein Blog-Beitrag kann gar nicht so satirisch sein wie die Wirklichkeit! Die OZ meldet heute, dass mit dem Schmuddelkind wirklich nur noch MV spielt (und Gewinne macht):

Trotz Sanktionen: MV-Handel mit Russland legt zu






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