Donnerstag, 3. September 2015

Michael Sack (CDU): „Die Situation ist deutlich komplexer als Herr Hochschild sie sieht“

Ich glaube, Axel Hochschild hat mit seiner Kirchturm-Pressemitteilung zur Gerichtsstrukturreform weder sich noch der Greifswalder CDU noch der Stadt Greifswald einen Gefallen getan (René Weller sollte man dabei nicht vergessen...).

Ein Artikel im Nordkurier listet auf:

Anklams Bürgermeister Michael Galander sieht eine "häßliche Fratze im Denken".
Mignon Schwenke, die Kreis-Vorsitzende der Linkspartei, nennt Hochschilds Äußerungen „dümmlich und kleinkariert".
Vorstandsmitglied der Grünen Marie Bonkowski ist "erschüttert".
Nach Anklams CDU-Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski ist Hochschild "eindeutig zu weit gegangen".
CDU-Kreisfraktionschef Kai Krohn ist "nicht glücklich über diese Äußerungen. Es ist schlechter Stil, zulasten anderer zu jubeln.“
Wir wurden nicht gefragt, und die SPD ist mittlerweile sowieso eine Quantité négligeable.



Kommentare:

  1. Hochschild und Weller sind doch mehrfach als bekennende Vertreter der Selbstjustiz aufgefallen. Weller plädiert zudem für die Einführung des islamischem Rechts, handabhacken bei geringsten Vergehen. Da braucht es doch eigentlich gar keine Gerichte mehr. Jeden Mittwoch wird auf dem Markt vor den CDU-Büro von den beiden hohen Herren Hochgericht abgehalten.
    Dreist auch die Lüge mit den zusätzlichen Arbeitsplätzen, die, wenn überhaupt, nur Arbeitsplatzverlagerungen sind. Aber es sollte doch durch die Reform irgendetwas eingespart werden?
    Da Herr Lachmman hier mitliest, wäre zu Fragen, warum die OZ die CDU-PM so unkritisch, im "Amler-Stiel", veröffentlicht hat?

    AntwortenLöschen
  2. "Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) ließ Kritik am Vorgehen der Landesregierung dagegen nicht gelten. Das Ergebnis zeige, dass die Menschen die Reform richtig und wichtig finden. "Das haben sie mit ihrem klaren 'Nein' entweder in Form des Fernbleibens oder bei der Abstimmung eindeutig gezeigt."" D. h. 80,281 % haben mir "Nein" gestimmt.
    Das wird heute im Nordkurier zitiert und konnte der staunende Zuschauer gestern im Nordmagazin sehen und hören.
    Wenn das mal kein Entwurf für eine neues "Kudergesetz" ist. D. h. in Zukunft werden zumindest in MV bei Wahlen die Prozentanteile der Nichtwähler automatisch anteilig der/den bereits vorher regierenden Partei/Parteien zugeschlagen. Da gibt es dann hier endlich so stabile Verhältnisse wie in Bayern.

    AntwortenLöschen
  3. Wir sind in erster Linie besorgt darüber, wie wenige Menschen zur Abstimmung gegangen sind. Das ist, zusammen mit der Abnahme der Wahlbeteiligung an den Kommunalwahlen (gipfelnd in der letzten, bei der man sich nur zwischen Autowaschen und Ölgebäck entscheiden konnte), eine Tendenz, die die Demokratie in MV bedroht. Übrigens müsste nach Kuders Rechnung jede Partei aus dem Landtag fliegen: Gegen die Justizreform haben mehr Menschen gestimmt als für SPD oder CDU bei den letzten Landtagswahlen. Aber was bliebe, wendete man Kudersche Logik auf den landtag an? Wahrscheinlich nur unser Till...

    AntwortenLöschen