Dienstag, 31. März 2015

Mittelmaß

Das Mittelmaß beherrscht die Welt. Vor allem, wenn es um Geld geht. Allerdings gibt es eine "Kappungsgrenze": Ökonomie ist nur so lange wichtig, wie der Stammtich darüber redet.

Jede Verhältnismäßigkeit geht dem Mittelmaß verloren, wenn er nur den Kriterien des Stammtischs genügen darf.

Über die Promille aller Haushalte für Kultur darf das Mittelmaß mitreden und mitentscheiden (wie gesagt. immer auf Stammtischniveau!). Was darüber hinausgeht, ist Sache des Landesvaters oder irgendwelcher Oberen - das ist so kompliziert, dass sich das Mittelmaß nicht kompetent fühlt und schweigt (Werften, Wirtschaftdspampern, Personalpolitik).

Aber auf der Kultur darf jeder rumhacken, vor allem das Mittelmaß. Kultur hat wenige Lobbyisten, und wenn mn ein paar Euro einsparen kann, wo sich nicht so wirklich viele wehren, dann kann man das ja mit viel Lärm und Wohlgefühl tun und noch als goßer Sparer und Finanzenretter gelten - vor allem am Stammtisch.

Theater kann man zerstören.

Intendanten kann man entlassen, wenn sie einem dabei nicht helfen wollen.

Und das nur, um Aktivität zu zeigen, weil man die wirklich finanzkräftigen Möglichkeiten nicht sieht, nicht hat, von ihnen ferngehalten wird. Und um den Stammtisch zu befriedigen.

Es ist entwürdigend, Kollateralschaden des Mittelmaßes zu sein.


1 Kommentar:

  1. Intendant in Rostocksibirsk muss seinen Hut nehmen!
    Oh Mist, jetzt habe ich wohl etwas verwechselt, da wir wir von den Grünen Frontfrauen Harms, Beck, KGE & Co ja wissen, so etwas passiert nur in “Totalitären Regimen”.
    Während Peymman 1977 noch dem Nazirichter Filbinger und dem schwarzen Mob entkam, ist Latchinian das Glück nicht beschieden. Die willfährigen Schwarz-Roten(SPD)-Vollstrecker des SPD-Kulturbanausenministers können erst einmal vermelden: Mission erfüllt!
    Da ist nur zu hoffen, dass er vor Gericht nicht einem der vielen Enkel der Nazirichter ins Beil fällt.

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